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Das Zelt in Holm-Seppensen steht - wann wird die neue Turnhalle fertig?

So sieht das Zelt von innen aus: Hier werden künftig die Mühlenschüler und die Mitglieder des SV Holm-Seppensen Sport treiben
os. Holm-Seppensen. Das war knapp: Wenige Tage, bevor der SV Holm-Seppensen heimatlos gewesen wäre, steht das neue Übergangsdomizil für den Sportverein. Das Zelt an der Mühlenschule am Jungfernstieg wurde am vergangenen Wochenende fertiggestellt. "Es ist gut, dass das Zelt steht", sagt Karin Iske, Vorsitzende des SV Holm-Seppensen. "Damit können wir ein paar Monate lang leben." Die Grundschüler müssen jetzt für den Schulsport nicht mehr nach Buchholz gekarrt werden.
Wie berichtet, fiel die Turnhalle der Mühlenschule im Mai 2012 einer Brandstiftung zum Opfer. Dort waren diverse Gruppen des SV tätig, in den Räumen hatte der Sportverein auch sein Material gelagert. Seitdem trieben die SV-Mitglieder in Provisorien Sport: zunächst im ehemaligen Getränke-Markt, dann im Ex-Schlecker und zuletzt in einer Tennishalle. Dort lief der Mietvertrag am 15. September aus.
Für Miete, Heizung und Reinigung des Zeltes stehen laut Stadtsprecher Heinrich Helms bis September 2014 insgesamt 65.000 Euro zur Verfügung. Beobachter bezweifeln, dass diese Summe reichen wird.
Die Extrakosten werden von Kritikern der Buchholzer Baudezernentin Doris Grondke zugeschrieben. Sie setzte quasi im Alleingang ein Gutachterverfahren für den Bau der neuen Turnhalle durch, obwohl vom Anbieter MRO vier fertige Versionen für eine Turnhalle vorlagen. Im Gutachterverfahren machte dann MRO-Konkurrent Dohse das Rennen. Dessen Vorplanungen laufen bereits seit einem halben Jahr, weil es die Stadt versäumte, dem Siegerbüro ein Datum für die Fertigstellung der Turnhalle vorzugeben. In den Herbstferien soll mit dem Abbau der alten Turnhallenplatte begonnen werden, der Neubau soll ab Februar 2014 errichtet werden. "Unser Ziel ist es nach wie vor, die Halle nach den Sommerferien 2014 freizugeben", sagt Stadtsprecher Helms. Auch an diesem Termin Anfang September 2014 hegen Beobachter Zweifel.
Dazu passt ein Fragenkatalog von FDP-Fraktionschef Arno Reglitzky. Er bezieht sich auf Gerüchte, nach denen sich das Bauprojekt wesentlich verändert hat und zusätzliche Baukosten auflaufen. Reglitzky möchte von der Verwaltung u.a. wissen, warum sich der Bauplan ändert und ob die Kosten-Deckelung für den Neubau von 1,8 Millionen Euro noch gilt. Das hatte der Stadtrat vorgegeben.