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Debatte im Ausschuss: Beteiligt sich Buchholz an der Wohnungsbaugesellschaft?

Wann? 23.03.2017 18:30 Uhr

Wo? Rathauskantine, Rathausplatz 1, 21244 Buchholz DE
Buchholz: Rathauskantine | os. Buchholz. Beteiligt sich die Stadt Buchholz an der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft (WBG) im Landkreis Harburg oder setzt sie auf Wohnungsbau durch eine stadteigene Gesellschaft? Darüber berät der Finanzausschuss der Stadt Buchholz in seiner Sitzung am morgigen Donnerstag, 23. März, ab 18.30 Uhr in der Rathauskantine (Rathausplatz 1).
Erster Stadtrat und Finanzdezernent Dirk Hirsch empfiehlt nach Abwägung der Vor- und Nachteile der geprüften Variante „deutlich“ die Beteiligung der Stadt an der WBG. Sollte zu einem späteren Zeitpunkt zusätzliche Wohnungen notwendig sein, könne die Stadt dieses durch „eigenen Wohnungsbau nachsteuern“. Wie berichtet, sollen durch die WBG auf den Gebieten der Mitglieder vor allem Mehrfamilien- und Geschosswohnungsbau mit günstigen Wohneinheiten errichtet werden. In Buchholz sollen 150 Wohnungen gebaut werden, von denen ein Drittel als geförderter Wohnraum mit einer Miete von 5,60 Euro/Quadratmeter sowie zwei Drittel als frei vermietbarer Wohnraum für 8,50 Euro/Quadratmeter bereitgestellt werden.
Die Diskussion im Ausschuss wird spannend. Während sich z.B. SPD und Grüne für die Beteiligung der Stadt an der WBG aussprechen, ist die FDP klar dagegen. Wohnungsbau über die WBG umzusetzen, sei der „teuerste und ineffizienteste Weg“, kritisiert FDP-Fraktionsvorsitzender Arno Reglitzky. Die CDU hat sich bislang noch nicht eindeutig positioniert. In ihrer Haushaltsrede erklärte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Heike Meyer lediglich, dass man angesichts des knappen Haushalts bei künftigen Investitionen stark auf die Sinnhaftigkeit achten müsse. Für 8,11 Prozent der WBG-Anteile muss die Stadt Buchholz 3,65 Millionen Euro aufwenden. Finanziert werden muss diese Summe durch Kredite.
Über die Beteiligung an der WBG entscheidet der Stadtrat abschließend in seiner Sitzung am Dienstag, 4. April.

Im Ausschuss geht es zudem darum, ob der Sportverein Blau-Weiss Buchholz im Sportzentrum am Holzweg eine neue Sporthalle errichten darf. Dafür soll Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse ermächtigt werden, dem Verein ein rund 8.600 Quadratmeter großes städtisches Grundstück in Erbpacht zu überlassen. BW Buchholz will mit der neuen Sporthalle der Platznot im Sportzentrum begegnen. Der Neubau ist so konzipiert, dass er später bei Bedarf um zwei Abschnitte erweitert werden kann.