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„Den Kompromiss zur Ostumfahrung nicht zerreden“

Christoph Diedering: "Die wichtigsten Baustellen von Buchholz wurden angegangen"

Neujahrsempfang der Stadt Buchholz: Appell des Wirtschaftsrunden-Chefs zur Ostumfahrung

os. Buchholz.
„Die Jahre 2017 und 2018 werden unsere Stadt nachhaltig prägen.“ Das sagte Buchholz' Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse beim Neujahrsempfang der Stadt Buchholz am vergangenen Sonntag. Mehr als 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kamen in das Veranstaltungszentrum Empore.
Drei Entwicklungen würden die Stadt positiv beeinflussen, so Röhse: die Planung für den Technologie- und Innovationspark (TIP) durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Harburg (WLH), der Beitritt der Stadt Buchholz zur Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft sowie das Projekt „Buchholz 2025+“, das die Schaffung von bis zu 1.500 Wohneinheiten im Osten der Stadt sowie den Bau einer Ostumfahrung vorsieht.
Er hoffe, dass die nächsten Beschlüsse zur Umsetzung des TIP im Rat zügig gefasst werden, sagte Röhse. So könne man den Grundstein legen für eine weitere Entwicklung von Buchholz zu einem attraktiven Standort für Unternehmen, Forschung und Technik mit qualifizierten Arbeitsplätzen direkt vor der Haustür. Der Beitritt zur Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft sei der richtige Schritt gewesen, da man so dauerhaft der Verpflichtung der Stadt nachkommen könne, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Den größten Teil in Röhses Rede nahm das Projekt „Buchholz 2025+“ ein. Der Bürgermeister lobte den Rat: Dieser habe gezeigt, dass er willens und in der Lage sei, die maßgeblichen Themen anzugehen und zukunftsweisende Entscheidungen zu treffen. Das betreffe die Entwicklung von bis zu 1.500 Wohneinheiten im Osten der Stadt, die zeitlich abgestuft und unter regelmäßiger Überprüfung des Bedarfs stattfinden soll. Man habe die Möglichkeit, einen neuen Stadtteil nach den eigenen Vorstellungen zu planen - u.a. mit den Schwerpunkten Nachhaltigkeit und Fahrradfreundlichkeit. Zudem habe er die berechtigte Hoffnung, dass der über Jahrzehnte geführte Streit um die östliche Umfahrung der Innenstadt in großem Einvernehmen endlich im Sinne einer weiteren positiven Entwicklung der Stadt und damit im Sinne der Bürgerinnen und Bürger beigelegt wird.
Auf die Wichtigkeit der Ostumfahrung für die Stadt wies auch Christoph Diedering, Vorsitzender der Buchholzer Wirtschaftsrunde, in seinem Grußwort hin. Er mahnte an, den von weiten Teilen des Stadtrates getragenen Kompromiss konsequent umzusetzen und das Ergebnis „nicht zu zerreden“. In den vergangenen Jahrzehnten habe sich Buchholz in Sachen Ostring „nicht mit Ruhm bekleckert“, jetzt sei eine echte Chance da, das Verkehrsproblem zu lösen und weitere Wohnflächen zu entwickeln. Zuzug von Bürgern und weitere Gewerbeflächen seien der Schlüssel dafür, die Steuereinnahmen weiter zu erhöhen.
Vize-Landrat Rudolf Meyer lobte Buchholz als Zugpferd im Landkreis für verschiedene Entwicklungen. Gerade bei der Ausweisung neuer Wohnflächen arbeite die Nordheidestadt „zwei Gänge schneller als Winsen“, sagte Meyer. Er mahnte an, Ausgleichsflächen nicht ausschließlich „durch plumpes Besetzen von landwirtschaftlich genutzten Flächen“ zu schaffen.
Für den musikalischen Part war das Orchester der Rudolf-Steiner-Schule in Kakenstorf zuständig. Anders als in den Vorjahren, lauschten die Gäste intensiv dem hochklassigen Programm der Oberstufenschüler. Für die Darbietung von Schostakowitschs „Walzer Nr. 2“, „Pomp and Circumstance“ von Edvard Elgar, „The Typewriter“ von Leroy Anderson sowie Leonard Bernsteins „West Side Story“ gab es zu Recht großen Applaus.

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