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Dibbersen: Günstiger Rückbau der alten B75

Die Ortsdurchfahrt in Dibbersen wird verschmälert. Die empfohlene Variante sieht eine Verschwenkung auf halber Strecke vor (Foto: archiv / os)

Politik verständigt sich auf Umsetzung einer Variante / Rückbau nach dem Dorferneuerungsprogramm ist vom Tisch

os. Dibbersen. Nach monatelangen, teilweise heftigen Diskussionen um den Rückbau der Ortsdurchfahrt von Dibbersen („B75 alt“) waren sich die Lokalpolitiker im jüngsten Planungsausschuss einig: Statt der „großen“ Lösung soll nun einen deutlich günstigere Variante umgesetzt werden. Die finanzielle Belastung der Anlieger fällt dadurch deutlich kleiner aus.
Wie berichtet, sollte die „B75 alt“ ursprünglich für rund 1,9 Millionen Euro umgestaltet werden. Rund die Hälfte der Summe wäre durch Zuschüsse nach dem Dorferneuerungsprogramm finanziert worden, den Rest hätten sich Stadt und Anlieger teilen müssen. Dadurch hätten die Bürger teilweise mehr als 100.000 Euro pro Anlieger tragen müssen.
Dank eines Antrags des Dibberser Grünen-Politikers Bernhard Schönhofen arbeiteten die Planer des Büros arbos jetzt drei Varianten aus. Diese sind deutlich günstiger, aber nicht mehr zuschussfähig nach dem Dorfernerungsprogramm. Der Dibberser Ortsrat empfahl einstimmig die Umsetzung der Variante drei, der Planungsausschuss empfahl dieselbe Variante bei einer Enthaltung (FDP-Mann Arno Reglitzky). Die Variante sieht den Versatz der Straßenborde vor, durch den die Straße auf 6,50 Meter verschmälert wird. Die andere Straßenseite soll mit Bäumen bepflanzt werden. Kosten der Maßnahme: 393.000 Euro. Ausschussvorsitzender Norbert Stein (SPD) betonte, er sehe die große Lösung nach wie vor am nachhaltigsten. „Es ergibt aber keinen Sinn, die Menschen zu ihrem Glück zu zwingen“, sagte er in Richtung Anlieger.
Der Verwaltungsausschuss (VA) entscheidet am morgigen Donnerstag, wann die Maßnahme umgesetzt wird. Es gilt als sicher, dass der VA die Empfehlung des Planungsausschusses kassieren wird. Dieser hatte mit den Stimmen von CDU, FDP und UWG empfohlen, die Baumaßnahme nicht sofort umzusetzen, bis spätestens 2020. Damit war die Mehrheit dem flammenden Appell von Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse gefolgt, der im Ausschuss für eine Verschiebung der Maßnahme geworben hatte. „Lassen Sie uns die Straße erst zurückbauen, wenn die Oberfläche sowieso saniert werden muss“, erklärte Röhse. Aber: Im VA hat die rot-grün-bunte Mehrheit ein Stimmenplus, weshalb die Umsetzung der Variante drei noch in diesem Jahr wahrscheinlich ist.