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"Die Themen in der Verwaltung sind vielfältiger als in der freien Wirtschaft"

Seit einem Monat im Amt: Buchholz' Baudezernent Stefan Niemöller

Zwischenfazit: Stefan Niemöller arbeitet seit einem Monat als Baudezernent in Buchholz

os. Buchholz.
"Ich bin hier im Hause sehr freundlich aufgenommen worden. So konnte ich ein gutes Gefühl entwickeln, mit welchen Mitarbeitern ich es zu tun habe." Dieses erste Fazit zieht Buchholz' neuer Baudezernent Stefan Niemöller (51) einen Monat nach seinem Amtsantritt im Buchholzer Rathaus.
Anfang Januar begann der gebürtige Westfale als Nachfolger von Baudezernentin Doris Grondke, die Anfang Juni 2017 in die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel gewechselt war (das WOCHENBLATT berichtete). Niemöller arbeitete bis Ende 2017 im Hamburger Architektenbüro Tchoban Voss Architekten GmbH, seit 2009 als assoziierter Partner und Mitglied der operativen Geschäftsleitung.
"Die Themen in der Verwaltung sind vielfältiger als in der freien Wirtschaft", hat Niemöller, der in Buchholz wohnt, festgestellt. Während er früher das große Ganze im Auge hatte, habe er sich jetzt auch um vermeintlich kleinere Themen zu kümmern. "Das kann auch mal ein Ast sein, der auf ein fremdes Grundstück gefallen ist", sagt Niemöller schmunzelnd. Die Themenvielfalt gefalle im ausgesprochen gut: "Ich sauge die neuen Eindrücke derzeit auf wie ein Schwamm."
Seine vordringliche Aufgabe sieht Stefan Niemöller derzeit darin, die angeschobenen Projekte seiner Vorgängerin umzusetzen. "Frau Grondke hat eine gute Vorarbeit geleistet, wir sind mittendrin in der Planungsphase zur Umsetzung." Als Beispiele nennt der neue Baudezernent die Erweiterung der Waldschule, den Neubau des Mühlentunnels, das Projekt "Buchholz 2025+" sowie den Technologie- und Innovationspark (TIP) im Gewerbegebiet II Vaenser Heide, den die WLH in enger Abstimmung mit der Stadt umsetzen möchte. "Der TIP ist eine einmalige Chance, eine starke Eintritts- und Visitenkarte für Buchholz zu schaffen. Das müssen wird ordentlich machen", betont Niemöller.
Ein besonders wichtiges Projekt sei "Buchholz 2025+", die kombinierte Planung einer Umgehungsstraße im Osten der Stadt sowie eines neuen Stadtteils östlich des Finanzamts. "Ich bin guter Dinge, dass wir gemeinsam mit der Politik diese Ideen nach vorn bringen", sagt Niemöller. Das wolle er mit Nachdruck machen. "Wir sind dabei offen für jede gute Idee. Ich bin nicht so eitel zu sagen, dass wir in der Verwaltung alles besser wissen", erklärt Niemöller. "Buchholz 2025+" sei zur Lösung der Verkehrsprobleme sowie für ein moderates und qualitätvolles Wachstum von Buchholz sehr wichtig. "Wir müssen bezahlbaren Wohnraum schaffen, dürfen aber auch die dünner werdende Mittelschicht nicht vergessen", so der 51-Jährige.
Als Vision für die Zukunft sieht Stefan Niemöller eine "dichte Wolke in einer digitalisierten Gesellschaft". Hier gebe es in Buchholz Entwicklungschancen. Niemöller betont, dass er pragmatisch arbeiten wird: "Ich bin halt lange Ingenieur gewesen und suche immer nach Lösungen." Er sei kein Mensch, der dabei die Ellbogen ausfahre: "Verwaltung hat in meinen Augen immer die Aufgabe zu egalisieren statt zu polarisieren."