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Ein fauler Kompromiss

Bunte Buchholzer Ratsmehrheit will Gewerbegebietserweiterung "light" realisieren
rs. Buchholz. Das Gewerbegebiet II soll westlich der Kreisstraße (K) 13 um rund vier Hektar erweitert werden. Das hat die rot-bunte Ratsmehrheit Verwaltungsausschuss entschieden. Die Stadtverwaltung sowie CDU und FDP plädieren nach wie vor für eine Zehn-Hektar-Erweiterung.
Bürgermeister Wilfried Geiger hatte die Debatte angeschoben, weil sich diverse Unternehmen im vorhandenen Gewerbegebiet mit Erweiterungsabsichten tragen und gern in Standortnähe bleiben würden. Geiger zeigte sich jetzt enttäuscht.: Ein Gewerbegebiet "light" erschwere eine sinnvolle und kostengünstige Erschließung, für die seiner Überzeugung nach eine Anbindung an die K 13 erfolgen müsse. Auch eine langfristig angelegte Eingrünung der einmal als Gewerbeland in Frage kommenden Flächen werde in die Zukunft verschoben.
CDU und FDP loben die rot-bunte Ratsmehrheit, die ursprünglich jede Erweiterung abgelehnt hatte, für ihren Sinneswandel, sehen aber in der Reduzierung auf vier Hektar eine halbherzige Planung (CDU-Sprecher Klaus Gütlbauer) oder einen faulen Kompromiss.
In der Tat ist davon auszugehen, dass die Ackerflächen nördlich der bestehende Gewerbegebiete (Vaenserr Heide I + II) zwischen K 13 und B 75 mittelfristig als Gewerbeareal genutzt werden, wie es bereits in den 90er Jahren geplant war. Nach dieser Planung sollte ein breiter Grüngürtel zwischen B 75 und den Gewerbeflächen das Entree aus Richtung Dibbersen bestimmen. Damit sollte zugleich eine von den Naturschützern geforderte Vernetzung der Landschaftsschutzgebiete Stuvenwald und Stucksberg erfolgen.
Die östliche Hälfte der potentiellen Gewerbeflächen ist bereits weitestgehend in städtischem Besitz.