Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Es geht doch nur um 336.000 Euro"

Auch für die Miete des Zeltes in Holm-Seppensen, in dem Schüler und Sportverein bis zur Fertigstellung der neuen Turnhalle untergebracht sind, muss die Stadt mehr zahlen als geplant

Bürgermeister Geiger spielt außerplanmäßige Kosten herunter / Kritik vom Rat: "Verwaltung muss sorgfältiger arbeiten"

os. Buchholz. Zähneknirschend hat der Buchholzer Stadtrat überplanmäßige Ausgaben in Gesamthöhe von 336.000 Euro abgenickt. Unter anderem musste die Stadt für die Ausstattung der Krippe in Sprötze und die weitere Miete für das Zelt an der Mühlenschule in Holm-Seppensen mehr Geld als geplant ausgeben. Die Lokalpolitker sparten nicht mit Kritik an der Verwaltung, Bürgermeister Wilfried Geiger verteidigte das Vorgehen der Verwaltung.
"Wir müssen Strukturen und Prozesse entwickeln, damit wir nicht immer mitten im Haushaltsjahr zusätzliche Gelder freigeben müssen", forderte FDP-Ratsherr Jürgen Kempf. "Die Arbeit der Verwaltung muss besser werden", betonte SPD-Fraktionschef Wolfgang Niesler. "Uns wird hier viel abverlangt."
Was die Politiker ärgerte: Viele Zusatzkosten sind hausgemacht. So plante die Verwaltung für die Ausstattung der Krippe an der Sprötzer Kita 100.000 Euro ein - und vergaß schlichtweg die Einrichtung der Räume. Folge dieses schwer verzeihlichen Fehlers: Zusätzliche 35.000 Euro wurden fällig. Vergessen wurde auch der Boden in dem Zelt an der Mühlenschule in Holm-Seppensen, in dem die Grundschüler und der Sportverein Holm-Seppensen bis zur Fertigstellung der neuen Turnhalle untergebracht sind. Folge: Der Boden musste zusätzlich zum Zelt gemietet werden. Zusatzkosten: mehr als 14.000 Euro.
Das alles ficht Buchholz' scheidenden Bürgermeister Wilfried Geiger nicht an. Man könne nicht alle Ausgaben bis ins Detail durchplanen. "Über was reden wir hier eigentlich?, fragte er. Es gehe um 336.000 Euro und damit lediglich um 0,5 Prozent des Haushaltes. Er wehre sich gegen die harsche Pauschalkritik an der Verwaltung. Wie berichtet, hatte der stellvertretende Vorsitzende des FDP-Ortsvereins, Horst Markus, von der Verwaltung mehr Disziplin bei den Ausgaben und weniger Aufträge für teure externe Planer eingefordert.