Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Fahrgastbeirat fordert Qualitätsvorgaben

Europaweite Ausschreibung für Busverkehr begrüßt

(os). Der Fahrgastbeirat für den Landkreis Harburg begrüßt die Entscheidung des Kreistags, den Busverkehr im Landkreis europaweit auszuschreiben. "Wir haben die Möglichkeit, durch neue Verkehrsverträge ein deutliches Zeichen für mehr Qualität im Busverkehr zu setzen, erklärt der Sprecher des Fahrgastbeirates, Stefan Kindermann. Wie berichtet, soll die Ausschreibung im Oktober starten, der Busverkehr wird zum 1. Dezember 2019 neu vergeben.
Ziel müsse es sein, durch eine verbesserte Qualität noch mehr Fahrgäste für den Busverkehr zu gewinnen, fordert Kindermann. Dazu könne beitragen, dass laut Vorgaben an die Busunternehmen Fahrzeuge mit einem niedrigen Einstieg vorgeschrieben werden. Davon profitierten vor allem Rollstuhlfahrer und Passagiere mit Kinderwagen, so Kindermann. Zudem müssen die Busse mit bequemen Sitzen (sogenannte "Regionalbestuhlung"), WLAN und Bordcomputern ausgestattet sein, die über den aktuellen Standort der Busse und eventuelle Verspätungen Auskunft geben.
Wichtig für die Fahrgäste seien zudem funktionierende Reiseketten. Aus wenigen Minuten Verspätung des Metronom-Zuges dürfe nicht eine Stunde Verspätung im Bus für die Pendler werden. Man brauche Verträge, bei denen Qualitätsmängel für die beauftragten Busunternehmen zu spürbaren finanziellen Konsequenzen führen. Klaus Steinfatt vom Fahrgastbeirat erklärt: "Qualitätsvorgaben und Vertragsstrafen sind im Schienenverkehr längst üblich. Wir benötigen diese Instrumente auch im Busverkehr, schließlich geht es um das Geld der Fahrgäste und Steuerzahler."