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Fracking-Gegner arbeiten noch enger zusammen

Fracking-Gegner Dr. Ingo Engelmann: "Unser Trinkwasser darf nicht noch mehr gefährdet werden" (Foto: archiv)
(os). "Gemeinsam sind wir stärker und verleihen dem Protest der Bevölkerung eine einheitliche Stimme", sagen die Fracking-Gegner. Die Initiativen aus Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Salzhausen, Hamburg und den Landkreisen Harburg, Rotenburg und Kreisherzogtum Lauenburg haben jetzt bei einem Treffen in Lüneburg eine engere Zusammenarbeit vereinbart. "Wir wollen uns enger abstimmen und gegenüber Politik, Behörden und Firmen effektiver auftreten", eklärt Dr. Ingo Engelmann von der Bürgerinitiative "Kein Fracking in der Heide".
Die Initiative wendet sich gegen die umstrittene Gasgewinnung, die 2014 z.B. in Bötersen im Landkreis Rotenburg durch den Mineralöl-Giganten ExxonMobil geplant ist. Die Fracking-Gegner befürchten Belastungen des Trinkwassers durch Chemikalien, die für den Fracking-Prozess benötigt werden. "Unser Trinkwasser darf nicht noch mehr gefährdet werden, da gibt es keine Kompromisse", sagt Engelmann. Dietger Michaelis von der "Frackingfreien Zukunft Herzogtum Lauenburg" ergänzt: "Unser Ziel ist: Raus aus Risikotechnologien wie Fracking und der Ausbeutung fossiler Energieträger. Wir wollen keine neuen Öl- und Gasressourcen mehr erschließen, ob mit oder ohne Fracking."
Die Kooperation der Fracking-Gegner will auf die Politik einwirken, das veraltete Bergrecht zu reformieren. Parteien und Landesregierungen würden sich davor drücken, die überfälligen Änderungen des einseitig wirtschaftsfreundlichen Bundesbergbaugesetzes in Angriff zu nehmen. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie genehmige Fracking nach Regelungen aus dem Kaiserreich.