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Friedhof Seppensen: Angehörige beklagen Wildwuchs

Das Matschloch entsteht regelmäßig nach Regenfällen (Foto: Tiedemann)
os. Seppensen. Achtet die Stadt Buchholz nicht genügend auf die Pflege des Friedhofs in Seppensen? So empfinden es zumindest Bürger, die sich um die Gräber ihrer Angehörigen am Seppenser Mühlenweg kümmern. Ihr Vorwurf: In der Vegetationsphase wuchert überall an den Wegen das Unkraut. Kein schöner Anblick. "Viele Besucher ärgern sich über diese Zustände", kritisiert Jochen Tiedemann, der in Seppensen gemeinsam mit seiner Frau die Gräber seines Sohnes, seiner Mutter und seiner Schwiegermutter pflegt.
Schon im vergangenen Herbst hatte Tiedemann im WOCHENBLATT die Zustände auf dem Friedhof Seppensen beanstandet. Geschehen ist offenbar nicht viel. "Die Zustände auf dem zentralen Teil des Friedhofs sind weitgehend unverändert", beschreibt Tiedemann. Dagegen sei der neuere Teil des Areals besser gepflegt. Es könne doch nicht so schwierig sein, regelmäßig die Wege von Unkraut zu befreien, wundert sich der Angehörige. Ein weiterer Kritikpunkt der Besucher ist ein Matschloch, dass sich regelmäßig nach Regenfällen in der Auffahrt zum Friedhofsgelände bildet.
Das Grünamt werde sich die Zustände vor Ort ansehen, verspricht Buchholz' Stadtsprecher Heinrich Helms. Eine Firma sei mit der Grünpflege beauftragt. Kosten: rund 25.000 Euro pro Jahr. "Wir werden sehen, ob wir noch nachsteuern müssen", so Helms. Auch auf das Matschloch werde man ein Auge haben.
Wenig Möglichkeiten sieht Helms im Kampf gegen Rehe, die den Friedhof in Seppensen regelmäßig heimsuchen. "Das ist ein Kampf gegen Windmühlenflügel", so Helms. Die Erhöhung des Zaunes am Grundstücksrand bringe nichts. Die Angehörigen werden ihren Blumenschmuck auf den Gräbern wie bisher schützen müssen, oder zu ungewöhnlichen Maßnahmen greifen: Mancher Angehöriger nimmt die Blumen abends mit nach Hause und legt sie am kommenden Tag wieder auf die Grabsteine.
Immerhin: Jüngst entfernte die Stadt ein Plakat vor dem Friedhofseingang, mit dem auf eine Veranstaltung im vergangenen November hingewiesen wurde...