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"GE IV in Nacht- und Nebelaktion"

Kritisiert Bürgermeister Geiger: Dibbersens Ortsbürgermeisterin Gudrun Eschment-Reichert (Foto: archiv)
os. Buchholz. In der Diskussion um ein neues Gewerbegebiet in Buchholz kritisiert Gudrun Eschment-Reichert (SPD), Ortsbürgermeisterin von Díbbersen, das Vorgehen von Bürgermeister Wilfried Geiger deutlich. Wie berichtet, hatte der Planungsausschuss jüngst mehrheitlich empfohlen, das bestehende Gewerbegebiet Vaenser Heide um zehn Hektar zu erweitern. Das WOCHENBLATT druckt die Kritik von Eschment-Reichert weitgehend im Wortlaut:
"Im Schnellverfahren versucht der Bürgermeister das GE IV durchzudrücken.
Innerhalb von nur vier Tagen sollen ehrenamtlich Tätige umfangreiche und schwerwiegende grundsätzliche Entscheidungen treffen, z.B. über eine ca.10 ha große Gewerbefläche.
Argumentiert wird mit der Dringlichkeit, der durchaus nachvollziehbaren Erweiterungswünsche der Betriebe. Aber damit nicht genug, die hierfür erforderliche Fläche wird schnell nochmal mehr als verdoppelt.
Verschwiegen wird dabei, das bei der Genehmigung des vorhandenen GE II, als Gegenmaßnahme für die Landschaftszerstörung, die Freihaltung und Aufwertung der angrenzenden nördlichen Flächen beschlossen wurde. Diese nun wiederum als Gewerbefläche auszuweisen, ohne die Ratsmitglieder über die Problematik zu informieren und auf die anhängigen Beschlüsse hinzuweisen, ist nicht akzeptabel.
Bei solchen Verfahrensweisen brauchen wir keine Pläne mehr, sondern nur noch eine bürgermeisterliche Eingebung. Allemal sollte der Rat sich überlegen, ob die Mittel für ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept einzusparen wären, wenn Gewerbegebietsausweisungen in diesem Umfang nicht mehr in eine Gesamtplanung eingebunden und gründlich abgewogen werden.
Der Ortsrat Dibbersen hat durchaus Verständnis für die Erweiterungswünsche ortsansässiger Betriebe und möchte keine Kirchturmpolitk betreiben.
Voraussetzung für eine konstruktive Zusammenarbeit ist aber eine transparente Informationspolitik, die jedes Ratsmitglied vom Bürgermeister erwarten sollte, bevor solche Entscheidungen anstehen."