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Grundstücksverkauf ja - aber nicht um jeden Preis

Dieses Grundstück am Thomasdamm soll verkauft werden - wenn der Preis stimmt
os. Buchholz. Um den Haushalt 2013 zu decken, sind 2,8 Millionen Euro aus dem Verkauf von städtischem Besitz vorgesehen. Jetzt muss die Stadt womöglich ein dickes Minus ausgleichen: Der Stadtrat hat jüngst mehrheitlich gegen den Verkauf einen Grundstückes am Thomasdamm votiert. Der geplante Erlös - 600.000 Euro für das 10.000-Quadratmeter-Areal - sei zu gering, kritisierten Vertreter der Neuen Mehrheit. Bürgermeister Wilfried Geiger soll jetzt versuchen, mehr Geld herauszuschlagen.
Mehrfach hatte die Stadt vergeblich versucht, das Grundstück zu verkaufen. Dort steht noch ein Einfamilienhaus, direkt hinter dem Grundstückszaun beginnt das Naturschutzgebiet. Jetzt habe es erhebliche Nachfragen nach dem Areal gegeben, sagt Geiger. Lag's am niedrigen Preis?
"Die 60 Euro sind nur die Hälfte von dem, was man erzielen könnte", kritisierte Grünen-Fraktionschef Joachim Zinnecker. Man dürfe das Tafelsilber nicht zu schlechten Preisen verscherbeln, sagte Gudrun Eschment-Reichert (SPD). Dagegen warnte Heiner Hohls (UWG), dass man bei Nachverhandlungen womöglich nicht einmal mehr die 600.000 Euro für das Grundstück bekommt. Neuling Manfred Wiehe (CDU) warf den Verkaufsgegnern im Rat "Inkompetenz" vor.

KOMMENTAR

Mehr Transparenz bei Grundstücksverkäufen

Die Neue Mehrheit tat gut daran, die Verkaufspläne von Bürgermeister Geiger zurückzuweisen und ihn in eine weitere Verhandlungsrunde zu zwingen. Wie soll man Grundstückskäufern z.B. in Holm-Seppensen, wo 175 Euro pro Quadratmeter aufgerufen werden, den Schnäppchenpreis von 60 Euro ein paar Kilometer weiter erklären? Es ist fatal, dass der Eindruck haften bleibt, die Stadt könne Investoren etwas Gutes tun wollen, indem sie nicht den marktüblichen Preis nimmt. Bei künftigen Verkäufen muss die Stadt mehr Transparenz schaffen, um eben diesem Eindruck entgegenzutreten. Zudem muss Bürgermeister Geiger die Kardinalfrage klären: Wie lange lässt sich städtisches Tafelsilber verkaufen, um den Haushalt auszugleichen? Die städtischen Areale sind endlich! Oliver Sander