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Gutachterverfahren in der Kritik

os. Holm-Seppensen. Die neue Sporthalle in Holm-Seppensen wird frühestens im Februar 2014 fertig. Das geht aus der Antwort der Stadtverwaltung auf einen Fragenkatalog von Bettina Jägersberg (CDU) hervor. Jägersberg gehört zu den Kritikern des von Baudezernentin Doris Grondke angestrengten Gutachterverfahrens beim 1,8 Millionen Euro teuren Neubau der Turnhalle. Dieser ersetzt die beim Brand im Mai 2012 zerstörte Sportstätte.
Wie berichtet, will Doris Grondke durch das Gutachterverfahren neue Wege bei der Bauplanung gehen. Bislang wurde die Planung in der Verwaltung abgearbeitet. Jetzt entscheidet eine Jury, welches der drei vorgelegten Konzepte das passende für Holm-Seppensen ist. In der Jury sitzen Doris Grondke, Bürgermeister Wilfried Geiger, Erster Stadtrat Jan-Hendrik Röhse, acht Mitglieder des Stadtrates sowie die freien Architekten Günter Wilkens (Hamburg) und Prof. Kay Marlow (Hannover). Grundschule und Sportverein SV Holm-Seppensen können bei der Ausstattung mitreden. Durch das Verfahren, betont die Verwaltung, komme es nicht zu einer Bauverzögerung.
Kritik an dem Gutachterverfahren wird bislang meistens hinter vorgehaltener Hand geäußert. So sehen Beobachter eine starke Diskrepanz zwischen den Planern/Architekten und den Sportlern: Während die Planer den Bau eher aus dem ästhetischen Blickwinkel sehen, wollen die Sportler vor allem eine funktionierende Halle. "Eine Turnhalle bleibt eine Turnhalle", sagt ein Kritiker. "Den Sportlern ist es doch völlig egal, wie die Halle aussieht."