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"Häusliche Gewalt ist keine Privatsache!"

os. Buchholz. Mit einer Dienstvereinbarung will die Stadt Buchholz häuslicher Gewalt den Kampf ansagen. Sie richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung.
Im vergangenen Jahr wurden im Landkreis Harburg 648 Fälle von häuslicher Gewalt registriert, davon 426 Körperverletzungen. In Buchholz gab es 78 Taten. Aufgrund der hohen Zahlen sei es wahrscheinlich, dass auch im Rathaus Mitarbeiter beschäftigt seien, die entweder als Opfer oder als Täter betroffen sind, erklärt Bürgermeister Wilfried Geiger. "Wir wollen das Thema enttabuisieren, Betroffenen die Hand reichen und Wege aufzeigen", so Geiger. Die Dienstvereinbarung nennt u.a. Ansprechpartner und definiert Hilfen wie etwa Auskunftssperren für Telefonnummern und Adressen.
Vor allem Frauen sollen mit der Vereinbarung besser geschützt werden. "Auch nach Jahrzehnten kontinuierlicher Frauenarbeit ist eine intensive Aufklärungsarbeit zum Thema Gewalt an Frauen und Mädchen notwendig", erklärt Buchholz' Gleichstellungsbeauftragte Dörthe Heien. Deshalb beteiligt sich Buchholz am Montag, 25. November, wieder mit blauen Fahnen am europaweiten Tag gegen Gewalt an Frauen.