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Häuslicher Gewalt entgegentreten

Engagiert im Verein "Gewalt überwinden": Silke Lührs (li.) und Dörthe Heien (Foto: oh)

Verein "Gewalt überwinden" feiert zehnjähriges Bestehen

os. Buchholz. Häusliche Gewalt ins öffentliche Bewusstsein rücken, Hilfsangebote für Betroffene bereitstellen und dafür sorgen, dass das Zuhause ein Schutzraum bleibt - das hat sich der Verein "Gewalt überwinden" im Landkreis Harburg auf die Fahnen geschrieben.
Am Freitag, 9. Mai, ab 17 Uhr im Paulus-Haus in Buchholz (Kirchenstr. 4) feiert der Verein sein zehnjähriges Bestehen. Gründungsmitglied Martha Vogelsang erzählt zum Thema "Retterinnen und Retter in Märchen", die Vereinsvorsitzende, Pastorin Dorothea Blaffert, blickt auf die Vereinsgeschichte zurück und informiert über die aktuelle Arbeit.
2004 gründete sich der Verein als Nachfolger der Arbeitsgruppe "Strukturelle Gewalt" des Präventionsrates Buchholz. Er war neben der Gründung des Frauenhauses auch an der Beratungs- und Interventionsstelle (BISS) beteiligt. Zudem organisiert der Verein Informationsabende in Schulen und Kindergärten, um Lehrer, Erzieher und Eltern für das Thema "Gewalt" zu sensibilisieren. "Wenn sie Anzeichen für Gewalt bei einer Frau oder einem Kind sehen, sollten sie uns hinzuziehen", erklärt Silke Lührs, 3. Vorsitzende bei "Gewalt überwinden". "Wer wegguckt oder weghört, unterstützt die Täter", so Lührs.
Der Verein hat ein breites Netzwerk geschaffen, um Opfern schnell helfen zu können. Unterstützer sind u.a. die Amtsgerichte, die Polizei, das Jugendamt und Kirchen. Getragen wird "Gewalt überwinden" durch die AWO, die Caritas, den Kinderschutzbund und das Diakonische Werk.
Rund 250 Fälle häuslicher Gewalt werden dem Verein pro Jahr gemeldet. Die Dunkelziffer dürfte viel höher sein, ist sich Mitarbeiterin Dörthe Heien sicher: "Noch ist häusliche Gewalt weltweit die häufigste Todesursache von Frauen."
• Informationen unter www.gewaltueberwinden-lkharburg.de.