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Hoffen auf den Kunstrasenplatz

Steinbecks Ortsbürgermeister Kurt Hölzer präsentierte im März die Fläche an der Grundschule, auf der der Kunstrasenplatz gebaut werden soll (Foto: archiv)

Sportverein setzt auf Investition der Stadt in Steinbeck / Die Politik hat das letzte Wort

os. Buchholz. Die Oberliga-Fußballer des TSV Buchholz 08 lechzen nach einem vernünftigen Trainingsplatz. Das verdeutlichte Ligamanager Simon Beecken jüngst auf dem 08-Sponsorenabend. Übungseinheiten eines Fünftligisten auf einem Mini-Platz an einer Buskehre - das dürfte deutschlandweit einzigartig sein. Für die Fußballer um Trainer Thomas Titze ist das in der Saisonvorbereitung bitterer Alltag im Schulzentrum am Buenser Weg. Der Verein lege große Hoffnung in den Bau eines Kunstrasenplatzes in Steinbeck, betonte Beecken. Ob dieser umgesetzt wird, darüber entscheiden die Politiker in den kommenden Monaten. Im Haushaltsentwurf, der gestern im Buchholzer Stadtrat vorgestellt wurde, stehen für den Kunstrasenplatz an der Grundschule 545.000 Euro zur Verfügung.
Wie berichtet, laufen die Vorbereitungen für den Bau eines zweiten Kunstrasenplatzes in Buchholz seit diesem Frühjahr. Durch einen Grundstückstausch steht der Stadt ein Areal in unmittelbarer Nachbarschaft zur Grundschule und in Sichtweite der B75 zur Verfügung.
Jetzt hat die Politik das Wort, ob sie das Geld tatsächlich für den Kunstrasenplatz ausgeben möchte. "Ich kann dafür nicht die Hand ins Feuer legen", sagt der designierte Bürgermeister, Sportdezernent Jan-Hendrik Röhse. Man müsse abwarten, welche Prioritäten der Rat setze. Von Verwaltungsseite habe man sich entschieden, trotz engen Haushaltes die Investition im Entwurf zu lassen.

Kurzfristig investiert die Stadt Buchholz auch in den Kunstrasenplatz an der Wiesenschule. Der Stadtrat sollte grünes Licht für den Bau eines Zauns geben, mit dem das wilde Bolzen auf dem Platz unterbunden werden soll. Eine Zustimmung erfolgte mit deutlicher Mehrheit. Die Kosten betragen 23.500 Euro, die durch die Schlüsselzuweisungen durch das Land gedeckt werden sollen. Wie berichtet, haben Anwohner gegen die zu starke Nutzung des Kunstrasenplatzes geklagt. Das Gericht hatte der Stadt u.a. aufgegeben, das Bolzen wirkungsvoller als bisher zu unterbinden. "Dem kommen wir mit dem Zaun nach", sagt Röhse. Der Bau soll bereits im Oktober beginnen.