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HVV-Tarifänderung: Finanzierung ist der Knackpunkt

Können Pendler im Landkreis Harburg ab 2019 günstiger mit dem Metronom nach Buchholz und Winsen fahren? (Foto: archiv/as)

Entscheidung über günstigere Einstufung von Buxtehude, Buchholz und Winsen ist noch nicht gefallen

(os). Die Entscheidung, ob die Städte Buchholz, Buxtehude und Winsen in Zukunft in einen günstigeren Tarif im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) eingestuft werden, ist noch nicht gefallen. Das ist das Ergebnis eines Gespräches, das die Bürgermeister von Buchholz (Jan-Hendrik Röhse), Buxtehude (Katja Oldenburg-Schmidt) und Winsen (André Wiese) gemeinsam mit Vertretern des Landkreises Harburg am Mittwoch beim HVV in Hamburg führten.
Bis zu Sommerpause solle ein Gutachten vorliegen, in dem detallierte Informationen über die für Ende 2019 angedachte Erweiterung des HVV-Bereichs um vier Landkreise sowie eine geänderte Tarifstruktur stehen. Das berichtete Jan-Hendrik Röhse am Mittwochabend in der Sitzung des Buchholzer Stadtentwicklungsausschusses.
Wie berichtet, versuchen die drei Städte bereits seit geraumer Zeit, in einen günstigeren Tarif eingestuft zu werden. Hintergrund: Buchholz, Buxtehude und Winsen befinden sich in Ring D, die nahegelegenen HVV-Bahnhöfe in Klecken, Neu Wulmstorf und Ashausen dagegen in Ring B. Folge: Viele Berufspendler fahren aus den Städten mit ihren Autos in die nahegelegenen Kommunen und fahren von dort mit S-Bahn oder Metronom-Zug weiter. Für eine Vollzeit-Monatskarte beträgt der Preisunterschied zwischen den Ringen B und D derzeit 39,90 Euro, für Abo-Karten 32,70 Euro.
Knackpunkt sei die Finanzierung, erklärte Röhse: "Der Tenor des Gesprächs war: 'Man kann das machen, wer zahlt?'" Die Mindereinnahmen müssten ausgeglichen werden, doch die Länder Niedersachsen und Hamburg hätten bislang wenig Bereitschaft an einer Beteiligung gezeigt. Das Thema Neueinstufung müsse auf politischer Ebene gespielt werden, betonte Röhse.
Unterstützung erhalten die drei Bürgermeister vom CDU-Landtagsabgeordneten Heiner Schönecke: "Den bisher unverbindlichen Gesprächen müssen konkrete Verhandlungen zwischen Niedersachsen und Hamburg folgen." Er werde in Hannover für die Neuausrichtung des HVV-Tarifes nicht nur werben, sondern auch streiten. "Hannover muss dieses Thema schnellstmöglich auf die Tagesordnung setzen", fordert Schönecke.