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Ist Buchholz seine Geschichte nichts wert?

Das Stadtarchiv in Buchholz ist derzeit nicht besetzt
os. Buchholz. Ist der Stadt Buchholz ihre Geschichte nichts wert? Wer derzeit das Stadtarchiv in Buchholz besucht, steht vor verschlossenen Türen. Die Stadtarchivarin Dörte Bölsche ist ausgeschieden, eine Nachfolgerin nicht gefunden. "Derzeit sitzt niemand im Stadtarchiv", räumt Sozialdezernent Jan-Hendrik Röhse ein. Eine Vertretung für Bölsche gebe es nicht. Gerade läuft eine interne Ausschreibung für die Stelle. Ob es angesichts der mäßigen Bezahlung genügend Bewerber gibt, ist fraglich. Spart die Stadt an der falschen Stelle?
Bereits im November machten Steinbecks Ortsbürgermeister Kurt Hölzer und SPD-Urgestein Jochen Grosmann auf die drohende Vakanz aufmerksam. Lange Zeit geschah nichts. "Die Neubewertung der Stelle hat leider länger gedauert als geplant", sagt Röhse. Der Finanzausschuss hatte beantragt, die Stelle auszuweiten. "Das machen wir erstmal nicht", erklärt Röhse. Wohl sei die Stelle aber in der Bezahlung um eine Stufe aufgewertet worden. Die Stadtarchivarin wird künftig nach Entgeltguppe 6 bezahlt - das macht für eine halbe Stelle etwas mehr als 1.000 Euro aus. Ein besser bezahltes Hobby. Übrigens: Seevetal und Neu Wulmstorf leisten sich studierte Archivare.
Bewirbt sich niemand aus der Verwaltung, wird die Stelle öffentlich ausgeschrieben. Dann dürften die Besucher viele weitere Wochen vor verschlossenen Türen stehen.