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Jetzt hat die Härtefallkommission das Wort

Marenglen Pisha (24) arbeitet seit 2015 im Tierheim Buchholz (Foto: archiv / os)

Tierheim Buchholz kämpft weiter für Bleiberecht seines albanischen Mitarbeiters

os. Buchholz. "Die Arbeitsleistung von Herrn Pisha ist zur Aufrechterhaltung des Tierheimbetriebes - das Tierheim ist Fundannahmestelle für sieben Gebietskörperschaften im Landkreis Harburg - unverzichtbar." So steht es in der Eingabe des Tierschutzvereins Buchholz an die Härtefallkommission, die beim niedersächsischen Innenministerium angesiedelt ist. Wie berichtet, kämpfen Vereinsvorsitzender Rolf Schekerka und Schatzmeister Michael Frühauf mit der Eingabe darum, dass Tierheim-Mitarbeiter Marenglen Pisha (24) in Deutschland bleiben darf. "Der Ausreise und Abschiebung von Herrn Pisha stehen dringende persönliche und humanitäre Gründe entgegen", schreiben Schekerka und Frühauf.
Wie berichtet, droht dem Asylbewerber aus Albanien, der im Tierheim u.a. Hausmeistertätigkeiten versieht, Ende des Jahres die Abschiebung in sein Heimatland, da für Pisha keine Asylgründe vorliegen. Der Tierschutzverein argumentiert, dass der Mitarbeiter von seinem Lohn leben kann und einen unbefristeten Vertrag besitzt. Das Gesetz sieht allerdings vor, das Marenglen Pisha nach Albanien zurückkehrt und dort bei der Botschaft eine reguläre Arbeitserlaubnis beantragt. "Das kann mehrere Monate dauern. So lange kann ich den Arbeitsplatz doch nicht freihalten", erklärt Rolf Schekerka. Er hofft auf eine positive Entscheidung aus Hannover, "ansonsten können wir den Standard, den wir in den vergangenen Jahren im Tierheim geschaffen, nicht aufrecht erhalten."