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Jordan-Fläche: In der kommenden Woche beginnen die Bauarbeiten

Dieses Modell wurde präsentiert: In drei Häusern sollen 150 anerkannte Flüchtlinge unterkommen

Stadt Buchholz, Landkreis Harburg und Investor Holger Cassens informierten über die geplante Flüchtlingsunterkunft in der Buchholzer Innenstadt

os. Buchholz. Das Interesse war groß, die Stimmung mitunter aufgeheizt: Rund 100 Bürger kamen am Dienstagabend in die Waldschule, um sich über die neue Flüchtlingsunterkunft auf der Jordan-Fläche im Herzen der Stadt Buchholz zu informieren. Buchholz' Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse, Stadtbaurätin Doris Grondke, Reiner Kaminski vom Landkreis Harburg und Investor Holger Cassens stellten sich den Fragen der Bürger. Viele Fragen blieben unbeantwortet. Da sich für die Veranstaltung auch die rechte AG Nordheide und die Antifa angekündigt hatten, waren Polizei und Staatsschutz vor Ort. Alles blieb friedlich.
Wie berichtet, sollen auf der Jordan-Fläche drei Baukörper entstehen, in denen 150 Flüchtlinge untergebracht werden, die ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht in Deutschland haben oder sehr gute Aussichten haben, dieses zu bekommen. Vorgesehen sind demnach vier Vier-Zimmer-Wohnungen, zwölf Drei-Zimmer-Wohnungen, sechs Zwei-Zimmer-Wohnungen sowie zwei Einzimmer-Wohnungen. Die Anlage wird zunächst für zehn Jahre an den Landkreis Harburg vermietet, mit Option auf weitere fünf Jahre. Auch danach werde man die Wohnungen nicht als Eigentum verkaufen, sondern in seine Stiftung überführen, erklärte Investor Cassens.
Reiner Kaminski, als Fachbereichsleiter Soziales beim Landkreis für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständig, warb für das neue Projekt. Der Landkreis müsse vermehrt auch feste Unterkünfte für anerkannte Flüchtlinge schaffen, die Unterbringung in Containeranlagen sei nicht nachhaltig. Zudem würde der Kreis die Flüchtlinge auf der Jordan-Fläche günstiger unterbringen können als in Containern. Auf mehrfache Nachfrage erklärte Kaminski, dass der Kreis pro Platz im Container 240 Euro pro Monat zahlt. Das war die einzige konkrete Zahl zu Finanzen, die die Bürger an diesem Abend zu hören bekamen.
Baudezernentin Doris Grondke erklärte nochmals, dass drei große Bäume auf dem Jordan-Grundstück gefällt werden müssen, weil sie im Baufenster stehen würden. Die Baumschutzsatzung verhindere nicht das Bauen, betonte Grondke. Die Fällgenehmigung soll bis 29. Februar umgesetzt werden. Der weitere Terminplan: Bereits am Dienstag, 1. März, sollen die Erdarbeiten losgehen. Die Arbeiten am Rohbau beginnen am 21. März, im Dezember sollen die ersten Flüchtlinge einziehen.