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Kein öffentlicher Badebetrieb mehr

Mussten eine Entscheidung treffen: die Betreiber des Campingplatzes in Holm-Seppensen, Björn Julich (li.) und Hannes Henk

Badeteich in Holm-Seppensen ist nur noch für Campinggäste geöffnet / "Unternehmerische Entscheidung"

os. Holm-Seppensen. „Wir wollen lieber eine Sache vernünftig machen als zwei Sachen halbherzig!“ So begründen die Betreiber Hannes Henk und Björn Julich ihre Entscheidung, den öffentlichen Badebetrieb am Badeteich in Holm-Seppensen zu beenden und den rund 1,6 Hektar großen See nur noch für Campinggäste zu öffnen. „Wir empfinden mit den Menschen, die gern zu uns zum Schwimmen gekommen sind und haben lange über die Entscheidung nachgedacht. Wir mussten sie aber so treffen“, betonen Henk und Julich.
Grund: Der beliebte Campingplatz im Süden der Stadt Buchholz platzt aus allen Nähten. „Wir mussten zuletzt häufiger Gäste mit ihren Campinganhängern aus Platzmangel abweisen“, berichtet Hannes Henk. Deshalb habe man sich entschlossen, zusätzliche Plätze für 40 Zelte und 15 Campinganhänger zu schaffen. „Diese Neustrukturierung ging nur auf den Flächen, auf denen sich bisher die Badegäste aufgehalten haben“, so Henk. Er habe in den vergangenen Jahren kräftig investiert und müsse wirtschaftlich denken, sagt Henk. Zudem gebe es Auflagen von verschiedenen Campingverbänden, wie ein zertifizierter Platz auszusehen hat. In Holm-Seppensen gibt es Platz für 230 Camper, 175 Stellplätze sind an Dauercamper vermietet.
Durch die Neustrukturierung gewinne man nochmals an Qualität hinzu, sind sich Henk und Julich sicher. Dazu sollen auch neue Angebote für Camper wie das Schlaffass beitragen. Gerade ist ein zweites Gebäude entstanden, das wie ein überdimensionales Weinfass aussieht und Platz für bis zu vier Gäste bietet.
Mit dem Wegfall des Badebetriebes haben Henk und Julich auch den Kiosk am Badeteich geschlossen und einen Gästeraum zum Büro umgebaut. „Kaffee und Eis bekommen Besucher nach wie vor an unserem Minigolfplatz“, erklärt Henk. Wer darüber hinaus in den Badeteich springen will, muss das künftig mit mindestens einer Übernachtung in Schlaffass, Camper oder Zelt kombinieren.