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Krisen-Knoten wird entschärft

Die Kreuzung Hamburger Straße / Nordring aus Richtung Schulzentrum fotografiert. Hier sollte eigentlich der Ostring in den Nordring münden

Ein "Starenkasten" soll an der Buchholzer Kreuzung Hamburger / Straße Nordring aufgestellt werden


rs. Buchholz. "Seit 20 Jahren dulden die Behörden einen untragbaren Zustand", stellte das WOCHENBLATT am 20. Februar fest, nachdem es einmal mehr zu einem schweren Unfall auf der Chrash-Kreuzung am nördlichen Buchholzer Stadtausgang gekommen war. Und schon vor Jahresfrist hatten SPD, Grüne und Linke im Stadtrat beantragt, hier einen Kreisverkehr zu bauen. Jetzt soll der seit Jahren bekannte Unfallschwerpunkt Hamburger Straße / Nordring tatsächlich entschärft werden.
Zuständig ist der Landkreis, denn sowohl die Kamburger Straße (K13) als auch der Nordring (K82) sind Kreisstraßen. Schon im April wollen sich die Verkehrsbehörden von Stadt und Kreis mit den Experten der Polizei treffen, um eine Lösung zu finden, sagt Heinrich Helms, Sprecher der Buchholzer Stadtverwaltung. Bereits angedacht: ein "Starenkasten" in Richtung "stadtauswärts" als erste Maßnahme.
Dass die Kreuzung, auf der es in Buchholz mit am häufigsten kracht, nicht längst entschärft worden ist, hat unmittelbar mit dem Ostring zu tun. In einer ersten Planung sollte die östliche Umgehungsstraße unmittelbar in den Nordring übergehen, die Hamburger Straße mit einem Kreisverkehr angeschlossen werden. Mit Hinweis auf den baldigen Ostringbau verschwand die Planung in der Schublade - und blieb dort auch noch, als der Ostring zum Phantom wurde.
Jetzt scheint der politische Wille da, unabhängig vom Ostring das Problem anzupacken. Unklar ist aber noch, ob ohne die Ost-Umgehungsstraße der eigentlich geplante Kreisverkehr realisiert werden kann. Möglicherweise ist der Verkehr auf der Hamburger Straße zu stark.
Vor allem vor dem Hintergrund, dass nach Fertigstellung des im Bau befindlichen Mega-Kreisels vor Dibbersen dort keine Ampel mehr den Dauer-Verkehrsfluss von und zur Autobahn unterbrechen wird. Dann bliebe am Nordring nur die Ampel-Kreuzung - womit der Pendlervekehr in Richtung Hamburg noch langsamer als ohnehin schon fließen würde.
Die Lösung: der schnelle Bau eines abgespeckten Ostrings, der wie ursprünglich geplant, direkt in den Nordring mündet. Dann wären die Verkehrsströme aus allen Richtungen in etwa gleich, ein Kreisverkehr die optimale Lösung.