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Kritik an Bahn-Plänen zur Y-Trasse

"Die alte Y-Trasse muss bleiben", fordert CDU-Landtagsabgeordneter Heiner Schönecke (Foto: oh)
(os). Mit Unverständnis reagiert CDU-Landtagsabgeordneter Heiner Schönecke darauf, dass die Deutsche Bahn das seit langem geplante Milliarden-Projekt Y-Trasse von Hannover nach Bremen und Hamburg offenbar wieder in Frage stellen will. Seit der Vorstellung des Projektes Anfang der 90er Jahre sind bereits zig Millionen Euro in die Vorplanung geflossen. „Die von der Bahn jetzt vorgeschlagenen Neubaustrecken sind keine Alternativen“, kritisiert Schönecke.
In einem Gespräch mit Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies hatten Vertreter der Bahn drei Varianten zur alten Y-Trasse vorgelegt: ein Güterverkehrs-Y mit einer Neubaustrecke von Maschen über Soltau nach Celle und einem Ausbau der sogenannten Amerikalinie zwischen Langwedel und Soltau. Zweite Variante ist ein Ausbau der bestehenden Strecke zwischen Ashausen über Lüneburg nach Celle. Dritte Alternative sei eine Neubaustrecke von Ashausen und Unterlüß bei Uelzen. Schönecke: „Ich stimme mit Olaf Lies überein, der die Ansätze der Bahn als nicht hilfreich für die Häfen JadeWeserPort, Wilhelmshaven, Bremerhaven und Bremen hält.“
Auch Landrat Joachim Bordt sieht die neuen Pläne skeptisch. „Solange keine umfassende Prüfung der Alternativen vorliegt, halten wir an der Y-Trasse fest“, sagt Bordt. Immerhin seien bereits Alternativen überprüft und verworfen worden. Bordt: „Eine bessere Lösung der Verkehrsproblematik im Hamburger Hafenhinterland scheint mir über die jetzt vorgestellten Alternativtrassen nicht zu erreichen zu sein.“
Irritiert von der Informationspolitik der Deutschen Bahn zeigt sich Michael Grosse-Brömer, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Bundestagsfraktion: „Auf meine Nachfrage wurde mir vom Bundesverkehrsministerium bestätigt, dass die bisher erfolgte Prüfung von Alternativen zur Y-Trasse nicht abgeschlossen ist.“ Derzeit könne keine seriöse Trassenbewertung erfolgen. Grosse-Brömer: „Ich habe kein Verständnis dafür, dass schon längst gefasste Beschlüsse und Begründungen sowie ein schon durchgeführtes Raumordnungsverfahren heute keine Bedeutung mehr haben sollen.“