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Kritik an CDU-Wahlwerbung: "Das ist reine Angstmacherei"

Hannelore Gerdau mit den CDU-Wahlkampfschreiben
os. Buchholz. Mit offensiver Wahlwerbung stößt Niedersachsens CDU um Ministerpräsident David McAllister zunehmend auf Kritik. Nicht nur beim politischen Gegner, sondern auch bei den Bürgern, den potenziellen Wählern. "Ich finde es einen Hammer, persönlich angeschrieben zu werden", sagt Hannelore Gerdau (64) aus Buchholz. "Wenn ich mich über ein Parteiprogramm informieren möchte, tue ich das, aber aus freien Stücken."
Hannelore Gerdau hat - wie viele andere Senioren - einen Infopost-Brief erhalten. Absender: Ministerpräsident David McAllister, Hindenburgstraße 30, 30175 Hannover. In dem Schreiben wirbt das Landesoberhaupt um beide Stimmen für die Landtagswahl am 20. Januar. Die medizinische Versorgung sei für die CDU eine ganz wichtige Aufgabe, heißt es dort. Und: "Die CDU sorgt für Sicherheit und einen starken Staat, der entschlossen gegen Straftäter vorgeht". Dazu sagt Hannelore Gerdau: "Hier wird gezielt mit den Ängsten der Menschen gespielt. Das ist kein Parteiprogramm, sondern reine Angstmacherei." Sie fragt sich zudem, wie die CDU an ihre Adresse kam. "Ich bin nicht dafür bekannt, in der Nähe zu den Christdemokraten zu stehen", sagt Gersau, die 1990 für die SPD für eine Jahr im Buchholzer Stadtrat saß.
Neben den Briefen an Senioren verschickte McAllister auch Schreiben an andere Bürger, in denen er um Spenden warb. "Das Treiben der Christdemokraten ist instinktlos und pietätlos", kritisiert SPD-Landesgeschäftsführer Michael Rüter.