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Kunstrasenplatz am Holzweg?

Auf diesem Areal vor der Nordheidehalle (li.) dem BW-Sportzentrum (Mi.) und dem Kletterturm (re.) soll nach dem Willen der ARGE Buchholzer Sportvereine ein Kunstrasenplatz entstehen

Buchholz: ARGE Sport spricht sich für Areal vor der Nordheidehalle aus / Verwaltung hat Bedenken

os. Buchholz. Die Diskussion um den geeigneten Standort für einen Kunstrasenplatz in Buchholz ist in vollem Gang: Die Arbeitsgemeinschaft Buchholzer Sportvereine (ARGE) spricht sich für das Areal vor der Nordheidehalle am Holzweg aus. "Dieser Standort wurde im ISEK-Verfahren ausdrücklich als sehr geeignet und sinnvoll bezeichnet", erklärt Norbert Vietheer, Vorsitzender der ARGE, in einer Mail an die Buchholzer Stadtverwaltung.
Wie berichtet, sucht die Stadt seit geraumer Zeit nach einem geeigneten Standort für einen weiteren Kunstrasenplatz. Grund: Anwohner wehren sich vor Gericht gegen die ihrer Meinung nach zu starke Nutzung des Platzes an der Wiesenschule. Bislang hatte die Verwaltung ein Areal an der Steinbecker Grundschule in Sichtweite zur B75 ins Auge gefasst. Dort allerdings ist nur der Bau eines kleinen Kunstrasenplatzes (55 x 90 Meter) möglich.
Insgesamt habe man zwölf potenzielle Standorte untersucht, erklärt ARGE-Vorsitzender Vietheer. Nach dieser Prüfung bleibe als einzige sinnvolle Lösung der Holzweg über. Es gebe nur wenige Häuser in der Nachbarschaft, zudem sei das Areal im gültigen Flächennutzungsplan ausdrücklich als Sportgelände ausgewiesen. Auch die Vertreter der beiden größten Fußballvereine in Buchholz, Hans-Jürgen Lorenschat (BFC) und Simon Beecken (TSV Buchholz 08), erachteten den Standort am Holzweg für die sinnvollste Lösung. Dort könnte für 800.000 Euro neben dem Platz auch eine Zuschauertribüne für 500 Besucher entstehen.
Erstaunt ist Norbert Vietheer über die Stellungnahme der Stadt, dass das Grundstück am Holzweg nur eingeschränkt nutzbar sei. Ein Lärmgutachten habe ergeben, dass dort Training nur bis 22 Uhr und nicht mehr als zwei Spiele mit 500 Zuschauern bis 20 Uhr stattfinden könnten, heißt es in einer Drucksache zum Kunstrasenplatz. "Die Einschränkungsbegründung halte ich nicht für plausibel", betont Norbert Vietheer. Es gebe aus Sicht der ARGE keine Alternative zum Standort genau gegenüber der Buchholzer Feuerwehrwache. Die Verwaltung solle nach Wegen suchen, um dort den Bau eines Sportplatzes zu ermöglichen, ohne dass es zu einer Einschränkung der Nutzbarkeit kommt.