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Landkreis nimmt die Bürger ernst

Die Flüchtlingsunterkunft am Langen Sal wird erweitert - in direkter Nachbarschaft entsteht in einer Containeranlage Platz für 80 zusätzliche Flüchtlinge

Buchholz: Planungen für neue Flüchtlingsunterkunft am Langen Sal wurden überarbeitet / 86 Plätze entstehen

os. Buchholz. Dass Bürger-Informationsabende für neue Flüchtlingsunterkünfte mehr sind als reine Abnick-Veranstaltungen, zeigte sich jetzt in Buchholz. Der Landkreis Harburg nahm die Bedenken der unmittelbaren Anwohner der neuen Containeranlage am Langen Sal ernst und änderte noch einmal seine Planung. Wie berichtet, soll neben der bestehenden Unterkunft mit 40 Bewohnern Platz für 86 weitere Flüchtlinge geschaffen werden.
Thorsten Völker vom Landkreis Harburg und Buchholz' Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse hatten den rund 40 Bürgern in der Waldschule noch einmal verdeutlicht, wie groß der Druck für die Kommunen ist, neue Flüchtlinge aufzunehmen. "Wir müssen uns den Gegebenheiten stellen und gemeinsam das Beste daraus machen", erklärte Röhse. "Uns steht eine wahre Herkulesaufgabe bevor", betonte Thorsten Völker.
Die ursprüngliche Planung für die Anlage am Langen Sal sah vor, dass zwischen dem Altgebäude und der neuen Containerunterkunft der Bolzplatz bestehen bleibt. Die Anwohner argumentierten, dass durch die zusätzliche Zuwegung am Wendehammer in der Verlängerung des Fischbüttenwegs Konflikte mit den Anwohnern und dem benachbarten Wohnheim der Lebenshilfe Lüneburg entstehen könnten. Alternativvorschlag der Bürger: Die neue Containeranlage solle direkt an die alte Anlage heranrücken, der Bolzplatz auf die andere Seite der neuen Container versetzt werden. Die Zuwegung solle über den Langen Sal erfolgen - wie zur alten Anlage. Dieser Argumentation folgte der Landkreis und bewies damit, dass er die Sorgen der Bürger ernst nimmt. Gleichzeitig soll der bestehende Sandwall bis vor die neue Anlage verlängert werden. Der neue geplante Zuweg soll Rettungswagen vorbehalten sein. Wenn alles glatt laufe, könne die Anlage Mitte bis Ende November fertig sein, erklärte Thorsten Völker.
Bürgermeister Röhse kündigte an, dass diese Anlage nicht die letzte neue Flüchtlingsunterkunft in Buchholz sein werde. "Da werden noch einige errichtet." Die Stadt werde in Zukunft zweigleisig planen und sowohl mobile als auch feste Unterkünfte schaffen.