Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Landrat Bordt sagt tschüs: "Ich wäre gerne geblieben!"

Können jetzt mehr Zeit miteinander verbringen: Joachim Bordt und seine Ehefrau Christina
os. Buchholz. Joachim Bordt (67) machte bei seiner Verabschiedung keinen Hehl daraus, dass er gerne Landrat des Landkreises Harburg geblieben wäre. "Mir ist das Amt des Landrats einfach auf den Leib geschnitten", sagte Bordt am vergangenen Freitagabend vor rund 200 geladenen Gästen im Buchholzer Veranstaltungszentrum Empore.
Wie berichtet, durfte Bordt nach achtjähriger Amtszeit aus Altersgründen nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren. Im Mai wählten die Bürger den Ersten Kreisrat Rainer Rempe zu Bordts Nachfolger. Seit diesem Montag ist Rempe im Amt.
Joachim Bordt zog ein positives Fazit seiner Amtszeit. Gemeinsam hätten Verwaltung und Kreistag viel erreicht, der Landkreis sei gut aufgestellt. "Darauf bin ich stolz", sagte Bordt. Einmal versagte Bordt die Stimme: In bewegenden Worten erinnerte er an seine langjährigen, verstorbenen Wegbegleiter Georg Krümpelmann (ehemaliger Kreis-Pressesprecher) und den stellvertretenden Landrat Norbert Böhlke (CDU). "Mich mahnen diese beiden Freunde, die Zeit zu nutzen, um zu Lebzeiten Danke zu sagen", so Bordt. In welchem Bereich er sich künftig engagieren möchte, ließ der scheidende Landrat offen. Mit seiner Ehefrau Christina, die beim Landkreis in der unteren Naturschutzbehörde arbeitet, geht es auf jeden Fall hoch hinaus: Die Kreismitarbeiter schenkten dem Paar eine Ballonfahrt über den Landkreis.
Die Laudatoren lobten Bordt bei der Abschiedsfeier in den höchsten Tönen. Er sei ein Fachmann in kommunalen Angelegenheiten, der mit viel Leidenschaft gearbeitet habe, erklärte Michael Roesberg, Landrat des Landkreises Stade. Er habe stets den Menschen in den Mittelpunkt gestellt, erklärte Prof. Dr. Hubert Meyer, Hauptgeschäftsführer des niedersächsischen Landkreistages. "Er war einer der wenigen Landräte, die den Weg nach Hannover kannten", so Meyer.
Rainer Rempe kündigte an, die Arbeit von Joachim Bordt fortzusetzen. Geprägt gewesen sei Bordts Amtszeit durch drei "V": Vertrauen, Verantwortung und Vergnügen.