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Lohbergenstraße: Anwohnerbefragung soll Wogen glätten

Die Anwohner sollen jetzt befragt werden, ob die Sperrung der Lohbergenstraße Bestan haben soll oder nicht
os. Buchholz. Eine kurzfristige Anwohnerbefragung soll die Wogen im Streit um die Sperrung der Lohbergenstraße glätten. Darauf einigte sich der Buchholzer Planungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Über den Antrag der Verwaltung, einen Teil der Straße zu entwidmen, wurde nicht mehr abgestimmt.
Wie berichtet, hatte die Stadt den Sandweg für den Fahrzeugverkehr teilweise voll gesperrt. Eine Durchfahrt ist seitdem nicht mehr möglich.
Bürgermeister Wilfried Geiger verteidigte die Maßnahme, die von Baudezernentin Doris Grondke angewiesen wurde. Den Anwohnern sei die Staubelastung nicht mehr länger zuzumuten. Er nehme lieber Umwege für Autofahrer in Kauf als die Gesundheit der Anlieger zu gefährden. Die Fragen des FDP-Fraktionsvorsitzenden Arno Reglitzky, ob eine Totalsperrung nicht ein zu radikaler Eingriff in den Straßenverkehr sei und Anwohnern anderer Sandwege als Präjudiz diene, verneinte Geiger.
Unterdessen sind die Bürger des Wohngebetes uneins. "Es ist das erste Mal, dass auch an uns gedacht wird", sagt Klaus Harder. Er wohnt im südlichen Teil der Lohbergenstraße, die durch die Sperrung entlastet wird. Seit Jahren wisse die Stadt um die Belastung der Anwohner. Bislang sei nicht reagiert worden. Es gehe ihm und seinen Mitstreitern nicht um eine bestimmte Sperrung, sondern allein um eine staubfreie Straße, betont Harder. Wie das umzusetzen ist, sei Aufgabe der Stadt.
Andere Bürger des Wohnquartiers kritisieren dagegen die Sperrung. Mehrere Straßenzüge seien ausgesperrt und den Anwohnern würden lange Umwege zugemutet, ärgert sich WOCHENBLATT-Leserin Annegret Leopold. Sie schlägt vor, die Lohbergenstraße zu einer Sackgasse zu machen.

KOMMENTAR
Erst denken, dann handeln. Das Beispiel Lohbergenstraße zeigt, wie sich eine Verwaltung nicht verhalten sollte.
Die Stadt muss immer das Große im Blick haben. Sie darf nicht dem Druck weniger nachgeben, wenn diese Bürger nur laut genug krakelen. Die Staubbelastung für die Anwohner ist da, keine Frage. Dafür aber gleich eine Straße für den Fahrzeug zu entwidmen, ist absolut übertrieben.
Alternativen müssen her. Bei der Lohbergenstraße ist eine Lösung denkbar: Denkt über die Einrichtung einer Einbahnstraße nach, erlaubt die Zufahrt zum Restaurant "Il Sole" und zum Altenheim vom Seppenser Mühlenweg aus und öffnet die Durchfahrt zur Wiesenstraße wieder. Das wäre ein Kompromiss, der allen bis zum Ausbau des Sandweges dient. Oliver Sander