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Mehrkosten von fast 400.000 Euro: Wird die Sporthalle in Holm-Seppensen zum neuen Dauerthema?

Noch ist nichts zu sehen: Hier soll die neue Turnhalle einmal stehen
os. Holm-Seppensen. Die Vorgabe des Buchholzer Stadtrates war unmissverständlich: Die neue Turnhalle an der Mühlenschule in Holm-Seppensen darf nicht mehr als 1,8 Millionen Euro kosten. Diese finanzielle Deckelung ist jetzt obsolet: Nach neuen Berechnungen des Architekturbüros Dohse wird die Halle jetzt 2,197 Millionen Euro teuer. Das Schlimme: Der Rat hat kaum eine Wahl, als die Zusatzkosten abzunicken. Ansonsten würde die Halle noch später fertig. Nach den jetzigen Planungen soll die Sportstätte möglicherweise im Spätherbst 2014 eingeweiht werden, zweieinhalb Jahre nach dem Brand der alten Halle.
Wie berichtet, hatte das Hamburger Büro Dohse das Gutachterverfahren zum Hallenbau für sich entschieden, das Buchholz' Baudezernentin Doris Grondke quasi im Alleingang durchgesetzt hatte. Dohse hatte die Kosten mit 1.841.848 Euro angegeben. Eine Fantasiezahl, wie sich jetzt herausstellt. Detailliert geplant wurde erst nach dem Sieg in der Ausschreibung - mit teuren Folgen. So schlägt der Einbau von Aluminium- statt Kunststofftüren mit zusätzlich 9.600 Euro netto zu Buche, eine neue Dachkonstruktion sogar mit 18.600 Euro netto. Hat Baudezernentin Grondke keine konkreten Vorgaben für die Halle gemacht? Die Stadt hatte schon den Fehler begangen, keine Frist für die Fertigstellung der Halle zu setzen. Folge: Obwohl das Gutachterverfahren bereits im März endete, wird in Holm-Seppensen noch immer nicht gebaut.
Kritiker lasten Grondke auch an, durch das Gutachterverfahren den Hallenbau massiv verzögert zu haben. Das Büro MRO, im Verfahren nur Zweiter, hatte vier fertige Hallenvarianten durchgeplant. Zudem hatte es ein Festangebot über 1,8 Millionen Euro abgegeben.
Zu den höheren Baukosten gesellen sich die Mietkosten für das Zelt (60.000 Euro), in dem die Mühlenschüler und der SV Holm-Seppensen derzeit Sport treiben müssen. Rechnet man noch die Kosten von rd. 150.000 Euro inklusive Personalkosten für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) hinzu, das Grondke initiiert hat, wird deutlich: Die Baudezernentin hat einiges angeschoben - und kostet die Stadt schon in ihrem zweiten Jahr in der Verwaltungführung eine Menge Geld. Tendenz steigend!