Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Mir ist die Entscheidung sehr schwer gefallen"

Zieht sich aus gesundheitlichen Gründen weitgehend aus der Politik zurück: Remo Rauber hat seine Bürgermeister-Kandidatur zurückgezogen (Foto: oh)

Remo Rauber (SPD) zieht Bürgermeister-Kandidatur zurück

os. Buchholz. Das kam völlig überraschend: Remo Rauber (53, SPD) hat seine Kandidatur für die Bürgermeister-Wahl am 25. Mai zurückgezogen. Das Aus habe rein gesundheitliche Gründe, betonte Rauber gegenüber dem WOCHENBLATT. "Mir ist die Entscheidung sehr schwer gefallen, schließlich habe ich zwei Jahre auf die Kandidatur hingearbeitet", sagte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende. Sein Arzt habe im dringend geraten, jetzt die Reißleine zu ziehen.
Rauber kündigte an, auch seine anderen politischen Ämter aufzugeben: Der Sozialdemokrat wird sein Kreistags-Mandat zurückgeben und bei der Mitgliederversammlung im März nicht wieder als Ortsvereins-Chef zur Verfügung stehen. Im Kreistag wird die Buchholzer SPD-Ratsfrau Uta Neb nachrücken.
Seinen Posten als Aufsichtsrats-Vorsitzender der Buchholzer Stadtwerke will Rauber dagegen behalten. "Ich habe das Unternehmen in den zwei Jahren intensiv begleitet und die Veränderungen maßgeblich mit vorangetrieben", sagt er. Ob er im Amt bleibe, hänge auch von der Zustimmung der Partei ab, so Rauber.
Seiner Arbeit bei der Stadt Buchholz werde er weiter normal nachgehen, erklärt er. Seit 1990 arbeitet der gelernte Gas- und Wasserinstallateur in der Verwaltung. Als Technischer Angestellter in der Buchholzer Stadtentwässerung ist er für das Sachgebiet "gewerbliches Wasser" zuständig.
Ob die SPD einen neuen Kandidaten für die Nachfolge des scheidenden Bürgermeisters Wilfried Geiger aufstellt, steht noch nicht fest. Am Montag tagte der Ortsvereins-Vorstand, die Mitglieder sollen in der kommenden Woche ihr Votum abgeben. Dort sollte Rauber eigentlich sein Wahlprogramm vorstellen. Beobachter halten es für gut denkbar, dass die Sozialdemokraten auf einen eigenen Kandidaten verzichten und stattdessen die Kandidatur des Grünen-Fraktionsvorsitzenden Joachim Zinnecker unterstützen.