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"Mit Personal bequem ausgestattet"

Immer mehr landwirtschaftliche Gebäude in Landwirtschaftliche Gebäude mit Industriehallen-Dimensionen mitten in der Landschaft -jetzt sollen die Naturschutzverbände wieder ein Wort mitreden

Kreisebehörde soll Naturschutzerbände bei Bauvorhaben im Außenbereich benachrichtigen

rs. Landkreis. Die rot-grüne Wende in Hannover soll aus dem Landkreis Harburg befeuert werden. Ein Antrag zur Beteiligung der Naturschutzverbände beim Bauen im Außenbereich für den SPD-Unterbezirksparteitag am 13. April in Winsen ist ein Schritt in diese Richtung. In dem Antrag des Ortsvereins Buchholz steht auch Kritik an der Kreis-Natuschutzbehörde.
Mit der Begründung, die Behörden müssten entlastet werden, hatte die alte CDU/FDP-Landesregierung 2010 die bis dahin vorgeschriebene Benachrichtigung der Naturschutzverbände bei Bauvorhaben im Außenbereich gestrichen. Doch offenbar ohne Effekt in den Ämtern. "Bei der Unteren Naturschutzbehörde in Winsen wurde nach Inkrafttreten der Bestimmung kein Personal eingespart", heißt es in der Antragsbegründung für den Parteitag. Und weiter: "Die Behörde scheint mit Personal bequem ausgestattet zu sein." So gebe sie "volkshochschulähnliche Informationen" über seltene Pflanzen an die Verbände heraus und betätige sich als Wirtschaftsbehörde, indem sie den inzwischen zu den Akten gelegten Baumkronenpfad bei Nindorf gepusht habe.
Währenddessen hätten die Naturschutzverbände, als sie noch benachrichtige wurden, manches Bauvorhaben im Außenbereich zum Besseren gewendet. So sei die Standortverlegung von Mobilfunktürmen ebenso erfolgreich angeregt worden wie der Erhalt eines Eichenwaldes, der einem Stall weichen sollte. Das seien nur zwei Beispiele aus einer langen Reihe.
Mit dem Druck der Basis und der neuen Landesregierung in Hannover gibt es für die Naturschutzverbände begründete Hoffnung, schon bald wieder eine größere Rolle bei Bauvorhaben im Außenbereich zu spielen.