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Nach dem Aufruf im WOCHENBLATT: Leser formulieren ihr persönliches Wahlprogramm / Heute: Oliver Arndt

 
Airbus-Manager und BFC-Pressewart: Oliver Arndt (Foto: archiv)
os. Buchholz. Die Parteien sind fleißig dabei, ihre Programme für die Kommunalwahl am 11. September zu formulieren. Teilweise sind sie bereits im Internet zu finden. Doch stimmen die Vorstellungen der Lokalpolitiker auch mit den Wünschen der Bürger überein? Das wollte das WOCHENBLATT wissen und rief seine Leser auf, ihr persönliches Wahlprogramm zu schreiben.
Diesem Aufruf kam u.a. Oliver Arndt nach. Wir veröffentlichen die Wünsche und Anregungen des Airbus-Managers, der in seiner Freizeit als Presseobmann für den Buchholzer Fußballclub (BFC) tätig ist:
Wirtschaftsprogramm: Kontinuierlicher Ausbau der Gewerbeflächen in Buchholz - orientiert an Bedarf und Gewerbe sowie Arbeitsplatzschaffung, bei Einhaltung der Umwelterfordernisse. Bei Vergabe von Gewerbeflächen sollte darauf geachtet werden, dass „sauberes“ Gewerbe so gut wie zentrumsnah angesiedelt wird und verarbeitendes Gewerbe mehr außerhalb angesiedelt wird. Hier könnte ein Ringsystem zur Anwendung kommen (1. Ring Zentrum, 2. Ring Gewerbegebiet I, 3. Ring Trelder Berg )
• Für die Förderung von „Start Ups“ Rücklagenbildung aus Gewerbe-Einnahmen der Stadt nutzen. Mehr innovative und junge Unternehmensgründungen ermöglichen und fördern. Gründerzentren mit kleinen, flexiblen Büroeinheiten fördern.
• Aktivitäten des Stadtmarketingsvereins transparenter gestalten, um Vereine besser einzubinden.
Familienprogramm: Förderung der Frauen in Führungspositionen insbesondere in Behörden und Unternehmen. Orientierung an Maßnahmen der Bundesregierung, darüber hinaus jedoch eigene Ziele setzen (35 Prozent)
• Ausbau der Jugendzentren auch im Hinblick auf die Integration der Asylbewerber. Mehr Personal zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen ist mit der Ausrichtung Integration zwingend erforderlich. Zudem muss eine Möglichkeit geschaffen werden, Jugendlichen zwischen 15 und 21 Jahren ein Angebot zu unterbreiten für Freizeitaktivitäten außerhalb der Sportvereine. Eine Diskothek fehlt in Buchholz und zwingt viele Jugendliche in das Umland auszuweichen. Auch die Kirchengemeinden sollten sich für Angebote dieser Art öffnen.
Kulturprogramm: Mindestens eine Open-Air-Veranstaltung im Jahr, organisiert unter der Leitung der Empore.
Verkehr: Konsequenter Ausbau der Fahrradwege in Buchholz und Umland. Mindestens einen "Cycle Day" pro Jahr anbieten. Gestützt durch eine Online-Anmeldefunktion, die die meisten gefahrenen Fahrradkilometer prämiert.
• Angebot des Mietfahrrades am Buchholzer ZOB/Bahnhof.
• Aufstellung eines Fahrradstandes explizit für E-Bikes mit Auflade-Station.
• Ausbau eines Fahrradweges zwischen „Star Tankstelle“ (Hamburger Straße) und Vaensen.
• Erneute Gespräche bezüglich der Ringerweiterung (Großbereich) im HVV.
• Umsetzung des Ostringes zur Entlastung des Stadtkerns.
Kommunalpolitik: Kommunalpolitiker in Buchholz sollten mehr Öffentlichkeitsarbeit leisten. Nicht nur der Bürgermeister sollte mindestens einmal im Monat auf dem Wochenmarkt Rede und Antwort stehen, sondern auch die Politiker der Ratsparteien.
Sportpolitik: Schaffung eines Kunstrasenplatzes in Buchholz für die hiesigen Hockey- und Fußballmannschaften. Möglichst mit einer zentralen Lage, vorzugsweise nah am Sportzentrum / Freibad.
• Beibehaltung der Förderquote für Investitionen in Sportvereinen.
• Umgestaltung des „Buchholzer Stadtlaufes“. Entweder Umgestaltung der Laufstrecken zur Variierung der Laufstrecken oder alle fünf Jahre wechselnde Laufstrecken.
• Förderung von Kindern aus sozial schwachen Familien, mit dem Ziel von Mitgliedsgebührenbefreiung in Sportvereinen der Stadt Buchholz.
"Ich bin mir bewusst, dass es für viele meiner Positionen ein Pro- und Kontra-Argument gibt", erklärt Oliver Arndt. "Ich habe die Punkte aufgeführt, die mir spontan eingefallen sind. Es gibt sicher weitere Aufgabenfelder, dafür müsste man aber viel tiefer in die Lokalpolitik einsteigen."