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Neue Halle gegen Raumnot?

Hier soll die neue Halle hin: Blau-Weiss-Vorsitzender Arno Reglitzky zwischen Nordheidehalle (li.), BW-Sportzentrum (Mi.) und Kletterturm

Blau-Weiss Buchholz will sein Sportzentrum erweitern / Stellt die Stadt ihr Grundstück zur Verfügung?

os. Buchholz. Knapp neun Jahre nach dem Umzug an den Holzweg platzt der größte Sportverein in Buchholz, Blau-Weiss (BW), aus allen Nähten. Annähernd 6.000 Mitglieder hat der Verein, fast drei Mal so viel wie im Jahr 2006. "Wir stoßen an unsere Grenzen und wissen nicht, wie wir die ganzen Sportler bei uns unterbringen sollen", sagt BW-Vorsitzender Arno Reglitzky (79). Mehr als 600 Menschen besuchen jeden Tag das Sportzentrum, Tendenz steigend. "Bei der gegenwärtigen Hallenraum-Not müssten wir in absehbarer Zeit in diversen Gruppen Aufnahme-Beschränkungen vornehmen", erklärt Reglitzky.
Abhilfe soll eine neue Einfeld-Sporthalle bringen, die Blau-Weiss bauen möchte. In einem Brief an Buchholz' Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse bittet Reglitzky darum, dafür eine rund 5.000 Quadratmeter große, städtische Fläche zwischen dem BW-Kletterzentrum und der Bendestorfer Straße erwerben zu können oder in Erbpacht übertragen zu bekommen. Die Politik muss dem Vorhaben zustimmen.
"Mit unserem Vorhaben würden wir niemanden stören", sagt Reglitzky. Die Überlegung von ihm und seinen Vorstandskollegen: Der Verein baut auf dem neuen Areal eine Sporthalle, die in Modulweise errichtet und bei Bedarf mit geringem Aufwand auf bis zu 1.000 Quadratmeter erweitert werden könnte. Reglitzky hat dazu bereits Gespräche mit dem Sporthallenbauer MRO geführt. In dem Neubau sollen auch sanitäre Anlagen untergebracht werden, die von Sportlern der benachbarten Kletteranlage und des Behindertensportplatzes genutzt werden können. In dem Neubau sollen auch Hallenzeiten für Schulen zur Verfügung gestellt werden, so der BW-Chef.
Geschätzte Baukosten: rund 1,3 Millionen Euro. Reglitzky will sich bemühen, Zuschüsse von der Stadt und vom Landessportbund zu bekommen. Zwei Drittel der Investitionssumme sollen aus eigenen Mitteln und aus Krediten gestemmt werden. Wenn alles glatt läuft, könnte Blau-Weiss im kommenden Jahr die Planungen vorantreiben und diese 2017 konkretisieren. "2018 wäre die Halle fertig", sagt Reglitzky.
Problem für Blau-Weiss: Die benachbarte Fläche in Richtung Holzweg ist als möglicher Standort für einen neuen Kunstrasenplatz ausgeguckt, derzeit laufen Gutachten über den besten Standort in der Nordheidestadt. Reglitzky schlägt ein städtisches Areal auf der gegenüberliegenden Seite der Bendestorfer Straße als Alternativstandort für den Sportplatz vor.