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Neues im Schilder-Streit von Suerhop: "Skurril und bürgerfern"

Dieses Schild verbietet Autofahrern, nach rechts Richtung Buchholz abzubiegen (Foto: oh)
os. Buchholz. Die neue Gaga-Beschilderung am P+R-Parkplatz in Suerhop beschäftigt nun auch die Buchholzer Politik. Arno Reglitzky, Fraktionsvorsitzender der FDP, hat einen Fragenkatalog an die Verwaltung geschickt. Er fordert, der Schilder-Inflation in Buchholz Einhalt zu gebieten.
Wie berichtet, hat die Verkehrsbehörde neue Schilder anbringen lassen, die das Abbiegen vom P+R-Parkplatz nach rechts Richtung Buchholz verbietet. Begründung der Stadt: Autofahrer liefen Gefahr, beim Abbiegen mit ihren Fahrzeugen auf den Gleisen stecken zu bleiben. Zudem müsse ein Warnsignal an den Bahngleisen angebracht werden. Bürger, die den Parkplatz seit Jahren nutzen und nie Probleme an den Schienen hatten, finden die Begründung absurd.
Auch Reglitzky nennt die neuen Verkehrs-Regelungen "skurril" und "bürgerfern". Er will von der Verwaltung unter anderem wissen, warum noch vor wenigen Wochen der benachbarte Bahnübergang an der Lohbergenstraße für alle Fahrzeuge aufwendig und dauerhaft gesperrt wurde und Anlieger des Weges "An der Soltauer Bahn" als neue Überquerung den Drosselweg nehmen sollen - sie genau dort aber nicht mehr in Richtung Buchholz fahren dürfen.
Zudem will Reglitzky erfahren, warum Autofahrer aus dem "Weg in den Suerhop", der dem P+R-Parkplatz gegenüber liegt, Richtung Buchholz abbiegen dürfen, obwohl ihnen kaum mehr Platz zur Verfügung steht. Und: "Wäre es nicht auch nach Ihrer Auffassung sinnvoll, Beschilderungen generell kritischer und häufiger in Frage zu stellen und unter Einbeziehung auch externer Bürger zu überprüfen?" Bürgermeister Wilfried Geiger müsse tätig werden, um der Gefahr einer "Überschilderungs-Flut" in Buchholz zu begegnen.
Dass man Autofahrern gesunden Menschenverstand durchaus zumuten kann, zeigt die Stadt Osterode am Harz. Dort wird in einer ähnlichen Verkehrssituation wie in Suerhop einfach mit einem roten Warnschild auf die Bahnstrecke hingewiesen. Sogar 40-Tonnen-Lkw nutzen die enge Rechtskurve ins benachbarte Industriegebiet - Unfälle am Bahnübergang sind den Einheimischen seit Jahren nicht bekannt.