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Parkplatzbau am Krankenhaus – Entscheidung schon im Februar?

Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse (re.) und Geschäftsführer Norbert Böttcher besprechen die Entwicklungsmöglichkeiten des Krankenhauses Buchholz (Foto: Krankenhaus)

Buchholz: Bürgermeister Röhse und Krankenhausgeschäftsführer Böttcher stellen schnelle Lösung in Aussicht

os/nw. Buchholz. Rings um das Krankenhaus Buchholz einen Parkplatz zu finden, ist Glückssache. Was können und wollen Krankenhaus und Stadt gegen die Parkplatz-Misere tun? WOCHENBLATT-Redaktionsleiter Oliver Sander sprach mit dem Bürgermeister von Buchholz, Jan-Hendrik Röhse, und Krankenhaus-Geschäftsführer Norbert Böttcher.
WOCHENBLATT: Warum reichen die Parkplätze am Krankenhaus Buchholz nicht mehr aus?
Norbert Böttcher: Das Krankenhaus ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Wir haben eine neue Fachabteilung bekommen, die Urologie. Auch haben wir im Krankenhaus zahlreiche kooperierende Facharztpraxen angesiedelt. Gegenwärtig häufen sich die Beschwerden, dass Besucher und Patienten keinen Stellplatz finden.
WOCHENBLATT: Dabei gibt es doch zusätzlich zu den Besucherparkplätzen vor dem Eingang an der Steinbecker Straße einen großen Sandparkplatz am Mühlenberg. Auch der benachbarte städtische Schützenplatz kann genutzt werden.
Böttcher: Bei uns steht eine weitere Baumaßnahme an, die spätestens 2019 begonnen wird: die Aufstockung des Bettenhauses West. Diese Baumaßnahme wird während der Bauzeit einen Teil der jetzigen Sandparkplatzes in Anspruch nehmen, sodass sich dadurch die Situation weiter verschärfen wird. Die Zeit drängt.
WOCHENBLATT: Welche Möglichkeiten hat das Krankenhaus?
Böttcher: Auf eigenem Grund haben wir zwei Optionen: einen Parkplatzbau auf dem Sandparkplatz oder auf dem Gelände des jetzigen Altenheims, wobei dieses Grundstück kleiner ist, als es aussieht.
WOCHENBLATT: Herr Röhse, hat die Stadt Buchholz nicht die Pflicht, dem Krankenhaus zu helfen?
Jan-Hendrik Röhse: Die schwierige Parkplatzsituation am Krankenhaus ist uns bekannt. Deshalb sind wir seit einiger Zeit mit der Geschäftsleitung im Gespräch darüber, wie wir zu einer nachhaltigen Verbesserung kommen können. Wir haben den Stellplatzbedarf ermitteln lassen. Das Ergebnis liegt seit dem 1. Dezember vor. Hierzu gibt es intern noch Abstimmungsbedarf.
WOCHENBLATT: In dem Gutachten soll die Rede von mindestens 225 zusätzlichen Stellplätzen sein.
Röhse: Wie gesagt, darüber muss noch gesprochen werden. Ich kann der Politik nicht vorgreifen. Auch müssen wir gemeinsam mit dem Krankenhaus klären, welche Flächen rund um das Krankenhaus für Parkplätze in Frage kommen.
WOCHENBLATT: Das klingt nicht nach einer schnellen Lösung. Herr Böttcher, sind Sie damit zufrieden?
Böttcher: In der Vergangenheit haben wir gemeinsam mit der Stadt auch schon ganz schnelle Lösungen hinbekommen, Beispiel Hubschrauberlandeplatz. Da hat die Stadt uns unter Nutzung aller Möglichkeiten optimal geholfen. Es gibt keinen Anlass zu vermuten, dass es diesmal anders sein wird.
WOCHENBLATT: Warum wird denn überhaupt so lange geprüft? Die Stadt hat doch zwischen Schützenplatz und Sandparkplatz eine freie Fläche zur Verfügung.
Röhse: Weil die Inanspruchnahme einer städtischen Fläche nur dann erfolgen kann, wenn es auf dem Gelände des Krankenhauses keine adäquaten Möglichkeit gibt. Die Abwägung der Standorte geschieht nach rein fachlichen Gesichtspunkten. Das bedeutet keine Verzögerung. Und am Ende entscheidet die Politik.
WOCHENBLATT: Herr Böttcher, es gibt doch auch auf dem Gelände der ehemaligen Zivildienstschule noch freie Flächen, die dem Krankenhaus gehören.
Böttcher: Das Gelände der ehemaligen Zivildienstschule ist Krankenhauserweiterungsgebiet und allein von der Logistik für Parkplätze nicht vernünftig nutzbar. Wenn die Stadt uns eine Fläche zur Verfügung stellt, wäre dies aus unserer Sicht die nachhaltigste und zukunftsorientierteste Lösung, die auch die Anwohner am wenigsten belastet.
WOCHENBLATT: Warum tut sich die Stadt so schwer?
Röhse: Das ist allentfalls gefühlt so. Tatsächlich müssen wir Alternativen abwägen, die den Entwicklungsmöglichkeiten des Krankenhauses Rechnung tragen, aber auch die städtebaulichen Interessen der Stadt Buchholz berücksichtigten.
WOCHENBLATT: Und was soll gebaut werden? Es gab ja schon Pläne für eine Parkpalette?
Röhse: Zuerst klären wir die Standortfrage. Dann reden wir darüber, was wir eigentlich bauen wollen.
WOCHENBLATT: Wann wird dieser Entscheidungsprozess abgeschlossen sein?
Röhse: Unser Ziel ist, der Politik schon in der nächsten Ratssitzung Anfang Februar, spätestens aber in der Märzsitzung eine Entscheidungsvorlage präsentieren zu können. Grundsätzlich ist die Stadt bereit, das Krankenhaus bei seiner Investition zu unterstützen, das war nie strittig. Die Bürger können sicher sein: Stadt und Krankenhaus arbeiten Seite an Seite mit Hochdruck an einer Lösung des Parkplatzproblems, die dem Interesse des Krankenhauses Rechnung trägt und die wir der Stadt gegenüber vertreten können. Und dann werden wir diese so schnell wie möglich umsetzen.
WOCHENBLATT:
Herr Böttcher, Herr Röhse, vielen Dank für das Gespräch.