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Qualitätvolle Nachverdichtung?

Arbeiten beim Projekt Innentwicklung eng zusammen: (vorn v. li.) Katrin Fahrenkrug (Regionalmanagerin Metropolregion), Doris Grondke (Stadtbaurätin Buchholz) sowie (hinten v. li.) Buchholz' Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse, Bodo Ihlenburg (Sparkasse Harburg-Buxtehude) und Jurij Martinoff (Projektbauftragter)

Offizieller Startschuss für Projekt: "Vom Dorfkern zum Stadtkern"

os. Buchholz. Welche Entwicklungen sind in der Buchholzer Innenstadt möglich? Welchen Nutzen haben Eigentümer, wenn sie ihre Grundstücke überplanen? Antworten auf diese Fragen soll das Projekt "Buchholzer Zentrum - Vom Dorfkern zum Stadtkern" geben, für das am Montag offiziell der Startschuss fiel. Mehr als 40 Vertreter aus fünf Gemeinden, die von der Metropolregion im Rahmen des Leitprojekts "Innenentwicklung" gefördert werden, trafen sich in den Räumen der Sparkasse Harburg-Buxtehude zu einem Gedankenaustausch.
In dem Projekt der Metropolregion geht es um die Belebung von Ortskernen, die Umnutzung von leerstehenden Gebäuden, alters- und familiengerechtes Wohnen und die Entwicklung von Erholungsflächen. Insgesamt hat das Vorhaben ein Volumen von rund 810.000 Euro. Die Stadt Buchholz wird mit rund 90.000 Euro gefördert. Daneben werden auch Hamburg, Bispingen, Brunsbüttel und Dannenberg bedacht.
In Buchholz soll der anhaltende Wachstumsdruck genutzt werden, um Innenstadtflächen nachzuverdichten. Man habe rund 100 Grundstücke auf rund 54 Hektar Gesamtfläche identifiziert, die stärker als bisher genutzt werden könnten, erklärte Buchholz' Baudezernentin Doris Grondke. Bis Ende 2016/Anfang 2017 sollen jetzt ein Leitlinienplan entwickelt und die Eigentümer angeschrieben werden, sagte Jurij Martinoff. Der Architekt betreut das Projekt - versehen mit einer halben Stelle, die aus den Zuschüssen der Metropolregion finanziert wird. Den Eigentümern sollen Testentwürfe zugeschickt werden, welche Entwicklungen auf ihren Grundstücken möglich sind. Der Kooperationspartner, die Sparkasse Harburg-Buxtehude, soll ermitteln, welche Rendite die Eigentümer zu erwarten haben und welche Finanzierung sinnvoll ist. "Für Stadt und Eigentümer entsteht im besten Fall eine Win-Win-Situation", erklärte Grondke. Die Stadt erhalte eine qualitätvolle Nachverdichtung, die Eigentümer eine bessere Ausnutzung ihrer Grundstücke. Grondke und Martinoff zeigten sich optimistisch, dass die Grundstücksbesitzer das Angebot der Stadt tatsächlich annehmen und die Briefe nicht ungesehen entsorgen.