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"Ritscher-Gelände": Politik hat Redebedarf

Gut besucht: Mehr als 50 Bürger kamen zur Sitzung des Planungsausschusses

Wohnbebauung auf jetzigem Gewerbe-Areal in Sprötze ist umstritten / Viele Zuhörer bei Ausschusssitzung

os. Buchholz. So voll ist es in Ausschusssitzungen in Buchholz selten: Mehr als 50 Bürger kamen am vergangenen Mittwoch in die Rathauskantine, um sich beim Planungsausschuss über die weitere Entwicklung der Ortschaft Sprötze zu informieren. Bei der Diskussion der Lokalpolitiker wurde deutlich: Vor allem bei der Nachnutzung des "Ritscher-Geländes" als Wohnquartier gibt es noch viel Gesprächsbedarf.
Wie berichtet, sollen auf der rund 5,28 Hektar großen Fläche nach dem Auszug der Firma Gerhard Busch GmbH - dieser ist voraussichtlich im Sommer 2015 abgeschlossen - bis zu 50 Wohneinheiten entstehen.
Maren Ritter von der Hamburger Stadtplanerfirma Evers & Küssner stellte die Planungen im Ausschuss vor. Demnach sind auf dem Areal zwischen der Bürgermeister-Kröger-Straße und der Straße "Am Versberg" Einzel- und Doppelhäuser sowie einige Reihenhäuser vorgesehen. Die Erschließung soll über eine Ringstraße erfolgen, im Plangebiet sind zudem drei Fußwege vorgesehen. Ortsbürgermeister Gerd Ulrich brachte die Bedenken des Sprötzer Ortsrates auf den Punkt: "Die Bebauung ist zu gerade in das Gelände reingehauen. Das ist nicht sehr ansprechend." Kritik gab es auch, weil ein Teil des Waldes entlang des Plangebietes für die Bebauung weichen soll. Die Planer müssten auf einen Teil der Häuser verzichten und nicht einen Teil des Waldes opfern, forderte Ulrich.
Die Ausschussmitglieder mahnten an, die Abstände der Wohnbebauung zum angrenzenden Trainings-Sportplatz des TSV Sprötze genau im Blick zu haben. Hintergrund ist der Gerichtsstreit um die Nutzung des Kunstrasenplatzes an der Wiesenschule wegen der zu hohen Nutzung. "Solche Konflikte brauchen wir kein zweites Mal", betonte SPD-Ratsfrau Gudrun Eschment-Reichert.
Der Ausschuss stimmte letztlich dem Plankonzept zu. Die Detailplanung der Wohnbebauung klärt sich im anschließenden B-Plan-Verfahren.

Einstimmig empfahl der Planungsausschuss die Aufstellung des B-Planes "Neue Ortsmitte Sprötze". Wie berichtet, soll der Edeka-Schreiber-Markt in der Dorfmitte aufgegeben werden und schräg gegenüber neu gebaut werden. Anstelle des alten Marktes könnte ein neues Wohn- und Geschäftsgebäude errichtet werden.