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Runder Tisch: Ostring-Diskussion und kein Ende

Rund 100 Gäste kamen zum Runden Tisch in die Aula der Waldschule
os. Buchholz. Die Umgehungsstraße "Ostring" in Buchholz soll 16,5 Millionen Euro kosten. Das sagte Uwe Karsten vom Landkreis Harburg beim Runden Tisch "Straßennetz", der im Rahmen der Erstellung des Mobilitätskonzeptes stattfand. Rund 100 Gäste kamen am vergangenen Donnerstag in die Aula der Waldschule.
Karsten stellte den Besuchern detailliert die Trassenführung für die umstrittene Straße vor. Sie habe mit 7,50 Metern Breite - zuzüglich jeweils zwei Meter Radweg - die gleichen Ausmaße wie die Südspange in Hittfeld, die 2012 fertiggestellt wurde.
Karsten prognostizierte eine Entlastung der Hauptverkehrsader Hamburger Straße/Kirchenstraße durch den Ostring um 25 bis 30 Prozent. Das gehe aus den Verkehrsprognosen hervor, auf denen die Ostring-Planung fußt. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2007.
Verkehrsplaner Wolfgang Haller betonte, dass die Verkehrszahlen in den vergangenen Jahren nicht signifikant gestiegen sind. "Es ist nicht so, dass immer mehr Fahrzeuge sich durch Buchholz quälen", sagte er. Natürlich könne auch eine stagnierende Zahl von 17.000 Fahrzeugen pro Tag in der Kirchenstraße lästig sein. Durch den Ausbau des Mühlentunnels werde es keine nennenswerte Entlastung der Nord-Süd-Achse geben, prognostizierte Haller.
Obwohl eigentlich über das gesamte Straßennetz diskutiert werden sollte, beherrschte der Ostring eindeutig den Abend. Einmal mehr standen sich Befürworter und Gegner unversöhnlich gegenüber. Als "Nebelwerferei" kritisierte Teilnehmer Bernd Wenzel den Runden Tisch. Es sei nicht um Information der Gäste gegangen. Die Verwaltung wolle den Ostring unter allen Umständen durchdrücken, um die Bebauung von Flächen in Buchholz' Osten voranzutreiben, so Wenzel. Wider besseren Wissens eine verkehrliche Entlastung der Innenstadt durch den Ostring zu verkünden, sei eine "bodenlose Unverschämtheit".

Der letzte Runde Tisch findet am Montag, 4. März, ab 18 Uhr in der Rathauskantine statt, Dabei geht es um die Entwicklung der Innenstadt.