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Sammelklagen - Segen oder Fluch?

Hat selbst in den USA gearbeitet: Rechtsanwalt Jürgen Hennemann

Rechtsanwalt Jürgen Hennemann als Experte im Fernsehbeitrag über das Justizsystem in den USA

os. Buchholz. Warum gibt es in Deutschland keine Sammelklagen nach amerikanischem Vorbild? Wären sie als Ergänzung für das deutsche Rechtssystem sinnvoll? Diesen Fragen geht die Dokumentation „Crime and Justice - das Justizsystem der USA: Amerika und seine Millionenklagen“ unter anderem nach, die am morgigen Sonntag, 26. Juni, ab 14.30 Uhr im Fernsehkanal ZDFinfo ausgestrahlt wird (Wiederholung am Mittwoch, 29. Juni, 10.45 Uhr).
Als Experte kommt Jürgen Hennemann, Fachanwalt für Versicherungsrecht aus Buchholz, zu Wort. Gleich zwei Mal war ein Fernsehteam für Dreharbeiten zu Gast in Buchholz.
ZDFinfo-Reporter Thorsten Eppert beschäftigt sich in dem 45-minütigen Beitrag mit der Stadt Flint im US-Bundesstaat Michigan. Dort erkrankten im Jahr 2014 die meisten der etwa 100.000 Einwohner, nachdem die Wasserversorgung umgestellt und das Trinkwasser durch alte Rohrsysteme mit hochgiftigem Blei verseucht worden war. Die Einwohner klagten über Beschwerden wie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwächen, Haarausfall und Hautausschlag, die Behörden der Stadt und des Staates Michigan wiegelten aber ab: Die Nutzung des Trinkwassers sei unbedenklich. Erst nach eineinhalb Jahren wurde reagiert, das Wasser kommt nun wieder aus der Gegend um die Metropole Detroit. Viele Einwohner von Flint schlossen sich zu mehreren Sammelklagen zusammen, die derzeit noch laufen. In dem Beitrag kommt auch der Rapper Snoop Dogg zu Wort, der just zu dem Zeitpunkt, als das Drehteam vor Ort war, in Flint ein Benefizkonzert für die Opfer des Umweltskandals gab.
Der Buchholzer Rechtsanwalt Jürgen Hennemann, der selbst in den USA gearbeitet hat und bis heute regelmäßig Mandate übernimmt und gemeinsam mit örtlichen Kollegen bearbeitet, darf zum Inhalt des Films noch nichts Weitergehendes verraten. So viel steht für ihn aber fest: „Sammelklagen haben den Charme, dass man Prozesse straffen, bündeln und für die Betroffenen vereinfachen kann.“