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Schulleiter warnt vor Verkehrskollaps

Diese Situation gibt es täglich am eingeengten Buenser Weg: Die Autos fahren kreuz und quer
 
Rund um das Schulzentrum stehen zu wenige Parkplätze zur Verfügung, sodass die Autos auch am Rand abgestellt werden

Zu viele Autos auf zu wenig Raum und zahlreiche Neubauten: Situation am Buenser Weg spitzt sich weiter zu

os. Buchholz.
Hans-Ludwig Hennig neigt nicht zu Übertreibungen. Jetzt aber meldet sich der Schulleiter des Buchholzer Albert-Einstein-Gymnasiums (AEG) sehr deutlich zu Wort: "Wir haben rund um unser Schulzentrum am Buenser Weg einen verkehrstechnischen Konflikt, den ich für überaus gefährlich halte. Ich möchte nicht erst einen meiner Schüler beerdigen müssen, ehe daran etwas geändert wird!"
Wer sich gerade vor dem Schulbeginn und nach Schulende am Buenser Weg umschaut, versteht wovon Hennig spricht: Viel zu viele Autos drängeln sich auf viel zu engem Raum. Das Hauptproblem: Am Buenser Weg bündelt sich der ganze Verkehr. Eltern, die ihre Kinder zur Schuler bringen, treffen auf Schulbusse und Bürger aus den umliegenden Wohngebieten. Hinzu kommen erwachsene Schüler, die selbst mit dem Auto zur Schule fahren, sowie Lehrer, die zum Unterricht wollen. Die radfahrenden Schüler schlengeln sich durch dieses Chaos. Das alles geschieht auf einer schmalen Straße, die zudem vor dem Schulzentrum an mehreren Stellen eingeengt ist. "Das schafft einen Konflikt, der dringend gelöst werden muss", fordert Schulleiter Hennig.
Sein Vorschlag: Stadt Buchholz und Kreis Harburg, dem das Schulgelände gehört, sollten sich zusammensetzen und z.B. über den Bau eines großen Parkplatzes nachdenken. Derzeit seien die Parkplätze rund um das Schulzentrum verteilt, Suchverkehr sei die Folge. Zudem solle die Stadt darüber nachdenken, Schüler auf dem Fahrrad aus dem Buenser Weg herauszuholen und durch Nebenstraßen, z.B. die Gertrudenstraße, zum Schulzentrum zu führen. "Verkehrstechnisch halte ich das für machbar, es müsste nur eine entsprechende Beschilderung geschaffen werden", erklärt Hennig. Zudem halte er ein Parkverbot am Buenser Weg für sinnvoll. "Das ist mit wenig Aufwand umsetzbar und würde die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöhen", erklärt Hennig.
Er rät, das Verkehrsproblem schnell zu beheben und verweist auf verschiedene Baumaßnahmen, die in naher Zukunft das Problem noch verschärfen werden. Das kleine Neubaugebiet "Heide-Hüser" an der Schaftrift habe bereits dafür gesorgt, dass sich der Parkraum verknappt und der Parkplatz-Suchverkehr stärker wird. Bald würden noch mehr Parkplätze wegfallen, wenn in diesem und im kommenden Jahr die Turnhallen an der Heideschule sowie im Schulzentrum am Buenser Weg neu gebaut werden. Zudem werde sich die Zahl der erwachsenen Schüler, die mit dem eigenen Auto zur Schule fahren, durch die Wiedereinführung des G9 (Abitur nach 13 Schuljahren) sowie der Schaffung der Oberstufe in der Integrierten Gesamtschule deutlich erhöhen. "Wir leben in einer wohlhabenden Gegen, in der es zum guten Ton gehört, seinem Kind zum 18. Geburtstag ein eigenes Auto zu schenken", erklärt Hennig.
Und schließlich ist da noch das Neubaugebiet an der Schaftrift auf der gegenüberliegenden Seite des Schulzentrums. Dort entstehen in diesem und im kommenden Jahr 179 Wohneinheiten, der Verkehr aus diesem Gebiet muss ebenfalls über den bereits überlasteten und dort eingeengten Buenser Weg geführt werden. "Ich weiß nicht, wie das funktionieren soll, weitere Konflikte sind programmiert", erklärt Schulleiter Hennig. Die Politik hatte bei der Beratung über das Neubaugebiet an der Schaftrift Verkehrsprobleme negiert, lediglich die UWG mit Heiner Hohls hatte gewarnt, dass die bestehenden Straßen weiteren Verkehr nicht aufnehmen können. Noch kann das Verkehrsproblem angegangen werden, die Zeit drängt aber mehr denn je.