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Schulsozialarbeit am Scheideweg

Zum Ende des Schuljahrs 2013/14 muss im Landkreis Harburg die Finanzierung der Schulsozialarbeit neu geregelt werden (Foto: pixelio/Dieter Schütz)

Bildungs- und Teilhabegesetz läuft aus - Wie werden die Stellen künftig finanziert?

(os). Wie geht es weiter mit der Schulsozialarbeit? Das fragen sich die Schul-Verantwortlichen in ganz Deutschland. Grund: Die Schulsozialarbeiter wurden bislang aus dem sogenannten Bildungs- und Teilhabegesetz bezahlt. Das Programm läuft nach zwei Jahren Ende Dezember 2013 aus. In Norddeutschland droht die Streichung von einem Zehntel der 750 Schulsozialarbeiter-Stellen. Das ergab eine Umfrage des NDR bei Städten und Gemeinden in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.
Viele Schulleitungen haben Kontakt mit den Verwaltungen aufgenommen und auf den wichtigen Bedarf an der Fortführung der Schulsozialarbeit hingewiesen. Die Fachkräfte leisten u.a. Integrations- und Inklusionsarbeit, sind in der Krisenintervention tätig und bieten Hilfen zur Freizeitgestaltung an.
Wie geht es im Landkreis Harburg weiter? Das WOCHENBLATT fragte bei der Kreisverwaltung nach:
"Ob und wie die Schulsozialarbeit künftig finanziert und fortgesetzt werden kann, ist derzeit Gegenstand politischer Debatten", erklärt Kreissprecher Bernhard Frosdorfer. Der Kreistag sucht nach Wegen, Mittel im Haushalt 2014/15 bereitzustellen. Ein schwieriges Unterfangen.
Derzeit sind an 32 Schulen im Landkreis Schulsozialarbeiter beschäftigt. Zumeist haben sie eine halbe Stelle, die aus dem Bildungs- und Teilhabegesetz finanziert wird. Pro Jahr fallen rund 900.000 Euro Kosten an. Aufgrund des versetzten Starts der Einzelmaßnahmen hat der Kreis noch Geld übrig, sodass die Stellen in vielen Schulen bis zum 31. Juli 2014 gesichert sind.
Die Kommunen machen sich ihrerseits Gedanken, welchen Beitrag sie leisten können. In Buchholz z.B. wird am 19. März 2014 im Schulausschuss über das Thema diskutiert. Derzeit sind in der Nordheidestadt fünf Schulsozialarbeiter tätig.
Bis Ende 2014 gesichert ist die Schulsozialarbeit in den Oberschulen in Trägerschaft des Landkreises sowie in den Grund- und Oberschulen sowie Hauptschulen in der Trägerschaft der Kommunen. Diese Arbeitsstellen werden aus Landesmitteln finanziert.