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Schutzstreifen sollen Normalität werden

An der Lüneburger Straße soll ein Fahrradschutzstreifen eingerichtet werden

Maßnahmen-Bündel soll Radverkehr in Buchholz endlich nachhaltig stärken

os. Buchholz. Mit einem ganzen Maßnahmen-Bündel soll der Radverkehr in Buchholz gestärkt werden. Der Planungsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung viele Maßnahmen empfohlen und für andere Vorhaben Prüfaufträge an die Verwaltung vergeben.
Kurzfristig umgesetzt werden sollen fünf Maßnahmen aus dem Masterplan Radverkehr. Zuerst soll die Durchgangsstraße "Am Radeland" als Fahrradstraße ausgewiesen werden. Kinder und Jugendliche, die heute auf dem Weg zum Schulzentrum am Buenser Weg verkehrswidrig nebeneinander fahren, hätten dann ganz offiziell Vorrang vor Autofahrern. Die Maßnahme sei mit 5.000 Euro für neue Verkehrsschilder und einigen neuen Markierungen vergleichsweise günstig, erklärte Buchholz' Fahrradbeauftragter Michael Mühlbauer.
Nach dem Willen der Lokalpolitiker soll auch der Buenser Weg, in den die Straße "Am Radeland" an der Kreuzung Bendestorfer Straße mündet, zu einer Fahrradstraße werden. Problem: Dort verkehrt auch eine Linie des Buchholz Bus. Die Verwaltung soll mit dessen Vertretern Gespräche führen, ob eine Umwandlung in eine Fahrradstraße möglich ist.
Zudem sollen in Buchholz Schutzstreifen für Radler auf der Fahrbahn weiter etabliert werden. Vorgesehen sind entsprechende Vorrichtungen an der Bendestorfer Straße sowie an der Lüneburger Straße - beide stadtauswärts. Da es sich in beiden Fällen um Kreisstraßen handelt, soll die Verwaltung das weitere Vorgehen eng mit dem Kreis abstimmen.
Einstimmig empfahl der Planungsausschuss, den Radweg an der Zimmererstraße zwischen dem Vaenser Weg und der Maurerstraße auf rund 400 Metern Länge zu modernisieren. Über die Maurerstraße hinaus, wie ursprünglich vorgesehen, soll der Ausbau nicht erfolgen. Schließlich sollen zur Stärkung des Bike+Ride-Verkehrs weitere Fahrradboxen am Buchholzer Bahnhof aufgestellt werden. 253 Bürger warten laut Mühlbauer derzeit auf eine abschließbare Box.
Gespräche soll die Verwaltung mit Anwohnern sowie der Deutschen Bahn führen, um zwei Radwege entlang der Bahnlinie Bremen-Hamburg zu realisieren. Zum einen geht es um eine Radstrecke parallel zur Bremer Straße auf der Nordseite. Mit der Aussage der Verwaltung, die Anwohner an der Bremer Reihe würden das Vorhaben nicht wollen, gab sich die Politik nicht zufrieden. "Ich erwarte von Ihnen mehr Engagement", forderte Peter Eckhoff von der Buchholzer Liste. Auch die Chance, einen Radweg entlang der alten Bremervörder Bahn in Richtung Sprötze zu schaffen, dürfe man nicht aufgeben. "Da müssen Sie bei der Bahn noch einmal nachhaken", sagte FDP-Politiker Arno Reglitzky.