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Schweinemaststall: Brief an den Niedersachsens Umweltminister

Schweinemaststall mit Solarmodulen - in ähnlicher Größenordnung ist eine Anlage im Landschaftsschutzgebiet Stuvenwald geplant (Foto: pixelio)

Bauvorhaben im Landschaftsschutzgebiet sorgt weiterhin für kontroverse Diskussion

Bürger-Demonstrationen, aber auch zunehmende Experten-Kritik aus Umweltverbänden: Immer mehr Menschen sehen die Massentierhaltung als einen Irrweg an. Aktuell unterstützen die Naturfreunde Nordheide die Bürgerinitiative gegen den Bau eines Schweinemaststalls im Landschaftsschutzgebiet Stuvenwald bei Buchholz.
In einem Schreiben an Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel fordert dessen Namensvetter Bernd Wenzel (Naturfreude Nordheide), der Minister möge seine Fachabteilung veranlassen, sich schnellstmöglich in das laufende Genehmigungsverfahren für den Maststall „helfend, beratend und letzendlich weisend einzuschalten“.
Nötig sei das, weil die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Harburg bei der Genehmigung für die 1000-Schweine-Stallanlage Probleme mit der Handhabung der Landschaftsschutzverordnung habe.
Die Behörde gehe davon aus, dass die Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte in anderen Bundesländern keine Bedeutung für Niedersachsen habe, verweise stattdessen auf ein Urteil des OVG Lüneburg, das ein Fischereibetriebsgebäude nahe am Steinhuder Meer für rechtens erklärt habe. Dabei sei es dort um ein stark touristisch geprägtes und damit vorgeschädigtes Gebiet gegangen. Dagegen sei das Landschaftschutzgebiet Stuvenwald, in dem der Maststall gebaut werden soll, bisher eine kleinteilige, weitestgehend intakte Landschaft und immens wichtig als Naherholungsgebiet für die Stadt Buchholz.
Bernd Wenzel verweist darauf, dass hier vor einigen Jahren Windräder aufgestellt werden sollten. Der Protest aus der Bevölkerung und der Einspruch der Naturschutzverbände habe die Pläne zunichte gemacht.
Und schon vor rund 30 Jahren hätten engagierte Bürger mit einem Protestcamp und zahlreichen Aktionen einen geplanten Autobahn-Zubringer mitten durch das Landschaftsschutzgebiet verhindert, die sogenannte Stuvenwaldtrasse als Autobahnzubringer für Möbel Kraft. Wenzel: „Das alles macht deutlich, dass die Menschen in Buchholz das Landschaftsschutzgebiet so erhalten wollen, wie es ist.“
Übrigens: Bernd Wenzels Schreiben ist inzwischen „zuständigkeitshalber“ vom Umweltministerium ans Sozialministerium weitergeleitet worden.