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Schweinemaststall: Von Widerstand bis Zustimmung

Jan Bock (Grüne): "Wir sind strikt gegen den Bau des Schweinemaststalls" (Foto: archiv)

Lokalpolitiker äußern sich zum Bauvorhaben im Landschaftsschutzgebiet

os. Buchholz. Kaum ein Thema wird derzeit in Buchholz so kontrovers behandelt wie der geplante Schweinemaststall im Landschaftsschutzgebiet bei Buchholz-Meilsen. Wie berichtet, will die Landwirtsfamilie Becker dort einen Maststall für mehr als 1.000 Schweine sowie einen Güllebehälter errichten.
Über den Bau muss die Politik entscheiden. Der Schweinemaststall steht auf der Tagesordnung des Verwaltungsausschusses am Donnerstag, 13. Februar. Wie steht die Politik zu dem Maststall? Das WOCHENBLATT hat sich Stimmen von den vier größten Fraktionen im Stadtrat eingeholt.
Klaus Gütlbauer, Fraktionsvorsitzender der CDU: "Die Familie Becker bewegt sich mit ihrem Bauvorhaben innerhalb der Gesetze. Deshalb können wir den Bau nicht verhindern, egal wie man zu ihm steht. Wenn man das nicht möchte, muss man die Gesetze ändern."
Wolfgang Niesler, Fraktionsvorsitzender der SPD: "Unserer Meinung nach kann man an dem geplanten Standort unmöglich einen Maststall errichten. Wir werden weiter gegen das Vorhaben vorgehen. Wir sehen die Familie Becker in der Pflicht, noch einmal nach alternativen Standorten Ausschau zu halten."
Arno Reglitzky, Fraktionsvorsitzender der FDP: "Mit scheint die Rechtssituation eindeutig zu sein, wonach alles nach Recht und Ordnung abgeht. Bevor wir uns entscheiden, benötigen wir aber noch weitere Detailinformationen von der Stadt und dem Landkreis. Wir wollen auf jeden Fall erreichen, dass der Güllebehälter weiter Richtung Wald rückt."
Jan Bock, Ratsherr der Grünen: "Wir sprechen uns strikt gegen den geplanten Bau aus. So eindeutig, wie es die Verwaltung darstellt, beurteilen wir die Rechtslage nicht. Wir sehen durchaus die Chance, das Vorhaben juristisch zu kippen oder zumindest hohe Hürden aufzustellen. Auf welchem Wege wir das tun, koordinieren wir derzeit mit anderen Fraktionen, den Anwohnern und der Interessengemeinschaft IGEL."
Am Samstag, 18. Januar, rufen die Gegner des Schweinemaststalls zu einem Schweigemarsch auf. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Kabenhof (Lindenstr.). Um 10 Uhr setzt sich der Marsch in Bewegung.