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Sind Sportvereine bald außen vor?

Steht hier bald: "Sportplatznutzung nur für Schule"

Gericht verhandelt über Nutzung des Kunstrasenplatzes an der Wiesenschule

os. Buchholz. Dürfen Sportvereine auch künftig den Kunstrasenplatz an der Wiesenschule nutzen? Darüber verhandelt das Verwaltungsgericht Lüneburg am Donnerstag. Wie berichtet, klagen die Anwohner Sabine und Gerd Schrader sowie Dörte Nissen gegen die Nutzung des Platzes durch Sportvereine. Sie stören sich an Belästigungen durch Lärm und durch das Flutlicht.
Der Ärger am Wiesenschul-Sportplatz begann unmittelbar nach der Umrüstung von einem Schlacke- auf einen Kunstrasenplatz im Herbst 2010. Die Anwohner wehren sich seither gegen die ihrer Meinung nach zu starke Nutzung durch Sportvereine vor allem an Wochenenden und in den Abendstunden. Ein von der Stadt angeregtes Moderationsverfahren, in dem ein Kompromiss der Sportplatznutzung gefunden werden sollte, lehnten die Anwohner ab.
Genau genommen geht es vor Gericht um zwei Verfahren. Gerd Schrader klagt auch gegen die Baugenehmigung für einen Ballfangzaun. Dieser wurde errichtet, nachdem sich die angrenzenden Bürger über zahlreiche Hockey- und Fußbälle in ihren Gärten beschwert hatten.
Die Kläger werden nicht vor Ort sein. "Unsere Anwälte und wir gehen nicht davon aus, dass es am Donnerstag bereits zu einer Entscheidung kommt", sagt Sabine Schrader. Die Stadt entsendet Justiziarin Hilke Henningsmeyer und Sportdezernent Jan-Hendrik Röhse nach Lüneburg. "Das ist kein Verfahren wie jedes andere, da es ein großes Gewicht für den Sport in Buchholz hat", sagt Röhse. Er könne sich nicht vorstellen, dass die Klage vor Gericht Erfolge habe, so der Dezernent. Allerdings verspüre er eine gewisse Spannung vor der Verhandlung, gibt Röhse zu. Dass es noch zu einer außergerichtlichen Einigung mit den Anwohnern kommt, glaubt Röhse nicht: "Dafür ist die Verbitterung bei den Bürgern zu groß."
Für die Stadt geht es in Lüneburg auch darum, gegen eine Fehlinvestition anzukämpfen. Immerhin investierte sie rund 350.000 Euro in die Umrüstung des alten Schulsportplatzes.