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Sorgenfalten nach HVV-Tariferhöhung

Gewohntes Bild: Der P+R-Parkplatz in Klecken ist stets gut gefüllt bis überfüllt (Foto: archiv)

Völkerwanderung befürchtet: Viele Pendler nutzen P+R-Parkplätze in günstigerer Tarifzone

(os). Die Erhöhung der Fahrpreise im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) kommt jedes Jahr so sicher wie das Amen in der Kirche. Ab 1. Januar 2015 sollen die HVV-Tickets um durchschnittlich 2,6 Prozent teurer werden. Was die Pendler nervt, treibt Verantwortlichen in vielen Umlandgemeinden im Hamburger Speckgürtel die Sorgenfalten ins Gesicht. Grund: Immer mehr Pendler fahren in nahegelegene Gemeinden, in denen die Fahrpreise deutlich günstiger sind. Folge: Dort sind die P+R-Parkplätze total überfüllt.
Betroffen sind z.B. die Stellplätze in Klecken (Gemeinde Rosengarten), Neu Wulmstorf und Ashausen (Gemeinde Stelle). Dorthin fahren viele Pendler aus Buchholz, Buxtehude und Winsen. Aus verständlichen Gründen: Die Tarife in Klecken, Neu Wulmstorf und Ashausen liegen in der Zone 2 (Großbereich Hamburg), Buchholz, Buxtehude und Winsen sind der Zone 4 zugeschlagen. Eine Monatsfahrkarte in den kleinen Gemeinden schlägt ab 1. Januar 2015 mit 102,40 Euro zu Buche (bislang 99,80 Euro), in den drei Städten mit 155,20 Euro (bislang 151,30 Euro). Die Differenz erhöht sich fortwährend, die häufig nur wenige Kilometer weite Fahrt in die andere HVV-Zone lohnt sich für kostenbewusste Arbeitnehmer.
Vielleicht werden die HVV-Zonen mittelfristig neu geordnet. Nach einem Gespräch zwischen Landesnahverkehrs-Gesellschaft (LNVG) und HVV wurde nach Angaben von Buchholz' Pressesprecher Heinrich Helms ein Gutachten in Auftrag gegeben, wie die Tarifzonen künftig aufgeteilt sind. Mit Ergebnissen wird erst im kommenden Jahr gerechnet. Wie berichtet, hatten die Bürgermeister Jürgen Badur (Buxtehude), Wilfried Geiger (Buchholz) und André Wiese in einem gemeinsamen Brief an die LNVG gefordert, die drei Städte in eine günstigere Tarifzone einzuordnen.