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Stadt Buchholz verärgert Fahrer und Geschäftsleute: Knöllchen für den Paketdienst

Hier sollen die Paketzusteller künftig immer stehen: Eine Lieferzone wurde an der Adolfstraße eingerichtet
os. Buchholz. Der schon lange schwelende Streit zwischen der Stadt Buchholz und Paketfahrern in der Innenstadt eskaliert: Am vergangenen Mittwoch verpassten Politessen Fahrern verschiedener Anbieter, die in der Fußgängerzone ihre Fracht entluden, rigoros Straftickets über 30 Euro. Bislang wurden die Fahrzeuge - auch an Markttagen - geduldet. Die Fahrer sollen künftig Lieferzonen außerhalb der Fußgängerzone nutzen. Geschäftsleute appellieren an die Stadt, das Problem schnell zu lösen.
Für Fußgänger sind 100 Meter Umweg leicht zu verkraften. Paketfahrern macht der Extra-Weg schwer zu schaffen. "Für uns ist es jetzt unmöglich, unsere Arbeit bis 10 Uhr zu schaffen", sagt ein Paketfahrer. Hintergrund: Nur von 6 bis 10 Uhr und dann noch einmal von 18 bis 22 Uhr dürfen Geschäfte in der Innenstadt beliefert werden.
Offenbar hat die Stadt den zusätzlichen Lieferverkehr durch die 40 neuen Geschäfte im Einkaufszentrum "Buchholz-Galerie" komplett unterschätzt. Die Lieferzeiten blieben die gleichen. "Da wurde nicht nachgedacht und jetzt wird das Problem auf unseren Schultern ausgetragen", sagt der Paketfahrer genervt. Eine Stunde mehr würde er locker zum Entladen benötigen.
Die Stadt verteidigt die Knöllchen. Man habe auf die Beschwerden von Passanten reagiert, sagt Stadtsprecher Heinrich Helms: "Es kann nicht sein, dass Zustelldienste in belebte Fußgängerzonen hinenfahren". Man komme den Paketfahrern durch die Einrichtung von Lieferzonen entgegen. Diese liegen an der Adolfstraße, in der Lindenstraße und am Kabenhof. Vielleicht kommen Zonen an der Poststraße und dem Caspers Hoff hinzu.
Die Geschäftsleute schlagen sich auf die Seite der Paketfahrer. "Buchholz nennt sich immer Einkaufsstadt. Dann muss sie auch so handeln", fordert Freddy Brühler, Inhaber des Handy-Stores im City-Center und 2. Vorsitzender der Buchholzer Wirtschaftsrunde. "Es ist für alle Beteiligten wichtig, diese Sache schnell vom Tisch zu bekommen!"