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Stadtmarketing: Absage an Kuchel-Konzept

os. Buchholz. Der neue Vorstand des Buchholzer Stadtmarketingvereins zieht die Notbremse: Die im Dezember vorgestellte Imagekampagne des Hamburgers Matthias Kuchel vom Kreativbüro "BY KUCHEL" wird nicht umgesetzt. "Das Konzept ist klasse, passt aber derzeit noch nicht zu uns", erklärt der neue Vorsitzende des Stadtmarketingvereins, Freddy Brühler. Zunächst müsse der Verein seine Hausaufgaben machen und gemeinsame Ziele formulieren. Matthias Kuchel betonte, er stehe für eine weitere Zusammenarbeit nicht zur Verfügung.
Wie berichtet, hatte sich der Verein "Buchholz Marketing" Ende Februar 2014 gegründet. Für Marketingmaßnahmen stehen in den kommenden drei Jahren jeweils 80.000 Euro zur Verfügung, die von der Stadt Buchholz und der Wirtschaft der Nordheidestadt getragen werden. Matthias Kuchel hatte sich in einem Kreativ-Wettbewerb durchgesetzt. Mit ganz neuen Ansätzen wollte er das Image von Buchholz verbessern, u.a. sollten Taxi-Fahrer in New York Werbung für die Nordheide-Metropole machen. Der damalige Vereinsvorsitzende, Wolfgang Schnitter, hatte Kuchels Konzept überschwänglich gelobt.
Jetzt die Wende: "Wir müssen uns erst einmal klar werden, in welche Richtung wir gehen wollen", sagt Freddy Brühler. Dazu gehöre, die Stoßrichtung der künftigen Kampagnen zu definieren. "Dafür benötigen wir noch Zeit", so Brühler. Man wolle verantwortungsbewusst mit den (Steuer-)Geldern umgehen. Der neue Vorstand, dem neben Brühler Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse und Stadtwerke-Chef Dr. Christian Kuhse angehören, werde "hart arbeiten", kündigt Brühler an. Das könne man jetzt tun, nachdem die von der Stadt avisierte Stelle im Stadtmarketing endgültig mit Jutta Hiller besetzt ist. Bislang war Hiller fast ausschließlich mit der Ausarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) beschäftigt.
Matthias Kuchel zeigte sich enttäuscht nach der Absage. Nachdem der Verein seinem Gesamtkonzept zunächst zugestimmt hatte, habe er angenommen, dass Buchholz mutig genug für sein ungewöhnliches Konzept sei. Kuchel: "Leider musste ich nun feststellen, dass dem nicht so ist."