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Stadtumbau: "Canteleu-Quartier" hat Vorrang

Die geplante Umgestaltung der Bahnhofstraße wird von der Mehrheit der Politiker als vordringlich eingestuft (Foto: archiv / os)
os. Buchholz. Gute Nachrichten aus Hannover hat jüngst die Stadt Buchholz bekommen: Aus dem Städtebauförderprogramm des Landes fließen in diesem Jahr 800.000 Euro. Das Geld soll für das Konzept „Stadtumbau West - Bahnhofsumfeld“ verwendet werden, mit dem über einen Zeitraum von zehn Jahren das gesamte Areal rund um den Buchholzer Bahnhof umgestaltet werden soll. In diesem Jahr können von den 800.000 Euro fünf Prozent verplant werden, im kommenden Jahr 25 Prozent, in den Folgejahren 35, 20 und 15 Prozent. So sieht es das Förderprogramm vor. In den kommenden Jahren wird die Stadt jeweils neue Förderanträge stellen.
Als mögliche Maßnahmen wurden u.a. die Umgestaltung des Kinovorplatzes, die Neugestaltung des Lokschuppen-Areals und der Umbau der Kreuzung Neue Straße/Schützenstraße/Bremer Straße genannt. Klar ist: Alle Maßnahmen lassen sich nicht auf einmal realisieren, zumal die Stadt ein Drittel der Kosten selbst beisteuern muss - eine Herkulesaufgabe angesichts eines knappen Haushalts. Das
WOCHENBLATT hat bei den Fraktionsvorsitzenden nachgefragt: Welche Baumaßnahme sollte als erste umgesetzt werden?
Andreas Eschler, Fraktionsvorsitzender der CDU: „Ich halte das Projekt rund um das ‚Canteleu-Quartier‘ für unsere Baustelle Nummer eins. Ich bin froh, in der Stadt einen Investor zu haben (die Firma „terra Real Estate“, d. Red.), der diesen Bereich entwickelt und aus der aktuell eher trist anmutenden Bahnhofstraße ein belebtes Viertel machen möchte.“
Wolfgang Niesler, Fraktionsvorsitzender der SPD: „Wir müssen die Umgestaltung der Bahnhofstraße durch die Veränderung des öffentlichen Raums begleiten. Gleiches gilt für den Lokschuppen. Mittelfristig ist die Realisierung der Südtangente ein zentrales Projekt der Fördermaßnahme. Andere Maßnahmen aus dem Gesamtkomplex sollten wir eher langfristig angehen.“
Joachim Zinnecker, Fraktionsvorsitzender der Grünen: „Ich halte den Bau einer Fahrradstation am Bahnhof für besonders wichtig. In anderen Städten sind Fahrradstationen echte Erfolgsmodelle, die eine große Magnetwirkung haben. Für mich gehört eine Fahrradstation auf die Bahnhofsinsel. Aufgabe der Umgestaltung dort ist es, die Radfahrer mit dem Angebot so zu fesseln, dass sie nicht sofort nach Hause fahren.“
Arno Reglitzky, Fraktionsvorsitzender der FDP: „Wenn wir an die Chancen durch Investoren denken, sollte die Aufrüstung der Bahnhofstraße Priorität haben. Dann folgte die Umsetzung der Südtangente zur Verbesserung der Verknüpfung von öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) und ZOB - und als Konsequenz aus beiden der Bau eines weiteren Parkhauses auf der Südseite.“
Peter Eckhoff (Buchholzer Liste): „Aus dem Maßnahmenbündel erscheint mir der Bau der Südtangente mit der Verlegung des ZOB und des Treffpunkts am wichtigsten zu sein. Die Zusammenlegung von ZOB und Treffpunkt wäre für viele Pendler von Nutzen, die sich eine bessere Vernetzung von Bus- und Bahnverkehr im ÖPNV wünschen.“
Arne Ludwig (Piratenpartei): „Aufgrund der komplexen Abhängigkeiten der beantragten Maßnahmen würde ich die Entscheidung der Reihenfolge den Fachplanern überlassen. Vordringlich erscheint mir die Verbesserung der Anbindung des ÖPNV und Radverkehrs, d.h. Südtangente mit Radschnellweg und Verlegung des ZOB.“