Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Stichwahl in Buchholz: Röhse zuversichtlich, Zinnecker kämpferisch

Kampf ums Rathaus: Joachim Zinnecker (li.) und Jan-Hendrik Röhse treten am 15. Juni zur Stichwahl an
os. Buchholz. Am Tag nach der Wahl legte sich die Anspannung bei Jan-Hendrik Röhse (CDU). "Ich hätte nie und nimmer damit gerechnet, dass der Abstand zu Herrn Zinnecker so groß ist", sagte der Erste Stadtrat. Bei der Bürgermeisterwahl am vergangenen Sonntag verpasste Röhse im ersten Wahlgang mit 49 Prozent der Stimmen nur knapp die absolute Mehrheit. Für Zinnecker votierten 27,4 Prozent der Wähler. Beide treten am Sonntag, 15. Juni, zur Stichwahl an. Ronald Bohn erreichte 11,2 Prozent, Norbert Keese 7,1 Prozent und Uwe Schulze 5,3 Prozent.
"Das Ergebnis gibt mir Rückenwind für die Stichwahl", erklärte Röhse. In dieser Woche arbeite er, in den zwei Wochen vor der Stichwahl habe er noch einmal Urlaub genommen, um erneut in den Straßenwahlkampf zu gehen.
Trotz des großen Rückstandes hat auch Joachim Zinnecker seinen Optimismus nicht verloren. "Ich habe viel positives Feedback erfahren", sagte der Fraktionschef der Grünen-Ratsfraktion. Er habe nicht mit dem großen Abstand gerechnet, werde jetzt aber alles tun, um den Rückstand aufzuholen. Parteifreund Willy Hollatz habe in der Gemeinde Lilienthal gezeigt, dass man im zweiten Wahlgang noch erfolgreich sein könne. Nach Zinneckers Angaben hat der bisherige Kontrahent Uwe Schulze bereits signalisiert, ihn jetzt zu unterstützen.
Ob das auch Ronald Bohn machen wird, ist noch nicht sicher. "Ich habe in dieser Woche ein Gespräch mit Joachim Zinnecker und werde mich dann positionieren", erklärte Bohn. Während viele Wahl-Beobachter Bohn für seinen Erfolg lobten, sieht er selbst das Ergebnis zwiegespalten: "Ich hatte insgeheim mit einer Zwei vorne gerechnet", so Bohn.
Übrigens: Der Aufruf des AfD-Kreisverbandes, Jan-Hendrik Röhse nach dessen angeblich abfälliger Bemerkung gegenüber der Partei nicht zu wählen (das WOCHENBLATT berichtete), stieß bei den Buchholzern offenbar nicht auf offene Ohren.